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Assange-Vertrauter bleibt in Ecuador in Untersuchungshaft

Dem Vertrauten von Julian Assange wird die Planung von Cyberangriffen vorgeworfen. Die Bankkonten des 36-jährigen Schweden werden vorerst eingefroren.

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Wikileaks

Wikileaks wurde im Jahr 2006 als Enthüllungsplattform von Politaktivisten aus Europa, Australien und den USA gegründet.

(Bild: dpa, Oliver Berg / Archiv)

Der in Ecuador festgenommene Vertraute von Wikileaks-Gründer Julian Assange bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Der 36-jährige Schwede soll nach Einschätzung der Ermittler Cyberangriffe auf Informationssysteme geplant haben, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Samstag in Quito mitteilte. Seine Bankkonten werden demnach vorerst eingefroren.

Der Verdächtigte war gefasst worden, als er gerade nach Japan ausreisen wollte. Er habe zahlreiche Datenträger bei sich gehabt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien weitere Tablets, USB-Sticks, Handys und Kreditkarten sichergestellt worden.

Der Verdächtige soll Assange mehrfach in seinem Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London besucht haben. Am Donnerstag war der Enthüllungsaktivist nach fast siebenjährigem Asyl von der britischen Polizei festgenommen worden. Die USA fordern seine Auslieferung.

Der linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte Assange 2012 das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt. Correas Nachfolger Lenin Moreno wollte diesen Zustand jedoch beenden. Zuletzt tauchten Dokumente auf, die Moreno und seine Familie mit Korruption und Geldwäsche in Verbindung bringen. Moreno glaubt, die Informationen seien von Wikileaks durchgestochen worden.

(bme)