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Assange antwortet seinen Kritikern

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Der Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich mit einem via Twitlonger veröffentlichten Statement gegen die Vorhaltungen von Anonymous gewehrt und die Spendenpraxis von Wikileaks verteidigt. Assange erklärt darin, Anonymous sei vom FBI unterwandert worden und die bewusst störende Wikileaks-Werbung sei notwendig, weil die auflaufenden Kosten einen ungeahnten Höchststand erreicht hätten.

In seinem Rundbrief an seine Kritiker beschwört Assange die Einheit von Wikileaks, die die Gruppe zusammenhalten würde. Allerdings sei Wikileaks inzwischen so groß geworden, dass man als Gruppe über die Presse miteinander kommunizieren müsse. Dabei bestehe immer die Gefahr, dass die Presse einen Einfluss auf die Einheit der Gruppe ausübe, weil sie eigene Ziele verfolge. Unter dem Verweis auf das Anonymous-Mitglied Hector Xavier M./Sabu, das von FBI-Agenten kontrolliert wurde, ruft Assange seine Gruppe auf, Anonymous fortan zu misstrauen: "Wir müssen annehmen, dass derzeit eine beträchtliche Zahl der Server von Anonymous samt ihrer 'Führer' kompromittiert sind."

Zur Verteidigung der Spendenpraxis mit vorgeschalteter "Zwangswerbung" bei Wikileaks erklärt Assange die Notwendigkeit der neuen Spendenkampagne mit den aufgelaufenen Kosten und der ungesetzlichen Finanz-Blockade. Dagegen habe man in Island erfolgreich geklagt und eine weitere Klage sei vor der Europäischen Kommission anhängig.

Julian Assange, der in der Botschaft von Ecuador in London "diplomatisches Asyl" und damit Schutz vor der Auslieferung nach Schweden genießt, will neben der Spendenkampagne mit einem weiteren Buch den Geldfluss wieder ankurbeln. Im November soll Cyperpunks. Freedom and Future of the Internet erscheinen, eine lockere Reihe von Gesprächen, die Assange in letzter Zeit mit Andy Müller-Maguhn, Jérémie Zimmermann und Jacob Appelbaum geführt hat. Das Buch kann über Paypal bezahlt werden. (mho)