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Astra-Satellitenbetreiber SES merkt nichts von Krise

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Der weltweit führende Satellitenbetreiber SES (Betzdorf/Luxemburg) merkt bisher nichts von der Wirtschaftskrise. Falls die Rezession aber bis 2010 andauere, "wäre es möglich, dass dies bei SES Spuren hinterlässt", sagte Unternehmenschef Romain Bausch bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal 2009. Derzeit rechne SES aber weiter mit einem jährlichen Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent bis 2010.

Der Betreiber der Astra-Satelliten wies in den ersten drei Monaten diesen Jahres einen Umsatzanstieg um gut 8 Prozent auf rund 424 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal aus. Der Betriebsgewinn stieg um fast 15 Prozent auf 190 Millionen Euro, der Nettogewinn um 0,7 Prozent auf rund 122 Millionen Euro. Bisher habe sich die Krise "nicht unmittelbar ausgewirkt", erklärte Bausch. Die Mehrheit der Kunden habe "ein solides Geschäft".

SES habe vor allem sein Geschäft im Bereich hochauflösendes Fernsehen (HD) ausbauen können: Die Gruppe übertrage nun über ihre Satelliten insgesamt 136 HDTV-Programme – davon 67 in den USA und 69 in Europa. Allein in Europa erreicht das Unternehmen mit seinen Astra-Satelliten 117 Millionen Haushalte. Astra versorgt zudem Unternehmen und Regierungen mit Multimedia-, Telekommunikations- und Internetdiensten. Weltweit hat SES mehr als 40 Satelliten im All. Im Laufe des ersten Quartals brachte SES den Satelliten NSS-9 neu ins All, ASTRA 1M und Ciel-2, die im vierten Quartal 2008 gestartet wurden, nahmen den kommerziellen Betrieb auf. (dpa) / (jk)