Astrofotografie mit der Pentax K-1 im Test

Für Nachtaufnahmen vom Sternenhimmel bietet die neue Vollformat-DSLR Pentax K-1 einen Leckerbissen: Die Autotracer-Funktion verfolgt die Sterne, sodass sie punktförmig erscheinen. Wir haben die Kamera während einer Nachtsession getestet.

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Astrofotografie, Pentax K-1

(Bild: Peter Nonhoff-Arps)

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  • Peter Nonhoff-Arps

Damit der Autotracer der Pentax K-1 richtig arbeiten kann, muss an der Kamera das GPS eingeschaltet und kalibriert sein.

(Bild: Peter Nonhoff-Arps)

Zum Fotografieren von Sternen ist die Pentax K-1 mit der sogenannten Astrotracer-Funktion ausgestattet. Sie bewegt den Sensor in der Kamera so, dass die Sterne auch bei langen Belichtungszeiten keine Laufbahnspuren der im Bild hinterlassen, sondern nahezu punktförmig erscheinen sollen. Solche Nachtaufnahmen bei völliger Dunkelheit erfordern eine sehr gute Vorbereitung.

Vor allem sollte man die Kamera blind beherrschen und seine Ausrüstung beisammen halten. Für die Pentax K-1 bedeutet das, dass man sich schon im Vorfeld mit allen Einstellungen vertraut machen sollte, die man für den zuverlässigen Betrieb mit Autotracer-Funktion benötigt.

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Alles in allem hat sich die neue Pentax K-1 hervorragend für die Astro-Landschaftsfotografie bewährt. Der Autotracer führt den Sensor sauber und sicher nach. Zumindest bei Belichtungszeiten bis drei Minuten traten mittig gar keine und in den Ecken akzeptable Sternspuren auf, die aber von der angesteuerten Himmelrichtung abhängen. Um in der Dunkelheit den Bildausschnitt zu wählen und zu beurteilen, arbeiteten wir meist mit im LifeView-Modus. Will man den Sucher verwenden, stört die Helligkeit des Displays. Diese lässt sich zwar im Menü herunterregeln, dann reicht die Helligkeit aber wiederum nicht, um bei der Wiedergabe die Bilder zu beurteilen.

Detailvergleich einer Astro-Landschaftsaufnahme der Pentax K-1, aufgenommen mit Autotracer bei ISO 1600 und 90 Sekunden Belichtung mit einem gleichzeitig aufgenommen Foto aus einer Canon EOS 6D bei ISO 1600 und 112 Sekunden Belichtung. Während die Sterne bei der K-1 nahezu punktförmig erscheinen, hinterlassen sie bei der EOS 6D lange Spuren. Hingegen ist die Landschaft bei dem Bild der EOS 6D schönscharf, bei der K-1 sieht es so aus als würde der Wind durch die Bäume wehen.

(Bild: Peter Nonhoff-Arps, Helmut Schnieder)

Eine Sache gilt es beim Einsatz des Astrotracers speziell für kombinierte Stern- und Landschaftsaufnahmen noch zu berücksichtigen: Die Sterne werden bei langen Belichtungen zwar sehr sauber und nahezu punktförmig abgebildet, die Landschaft verschwimmt hingegen durch die Sensorbewegung bei zunehmender Belichtungszeit zusehends. Da gilt es einen Kompromiss zu schließen. Bei den Ästen von Bäumen und Sträuchern mag es noch so aussehen, als hätte der Wind sie bewegt, bei Gebäuden sähe das unnatürlich aus.

Lesen Sie den detaillierten Test- und Praxisbereicht zur Autotracer-Funktion der Pentax K-1 mit vielen Bildbeispielen bei c't Fotografie Online:

(pen)