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Astronomen suchen öffentlich Namensvorschläge für fünf Jupitermonde

Auf Twitter können Interessierte noch bis Mitte April Namen für fünf neu entdeckte Monde des Jupiter vorschlagen. Die Vorgaben sind aber eng.

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Montage des Jupiters mit dem Mond Io

(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute/Goddard Space Flight Center )

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US-amerikanische Astronomen haben die Öffentlichkeit aufgefordert, bei der Wahl von Namen für fünf Monde des Jupiter zu helfen. Wie die Carnegie Institution for Science mitteilte, können noch bis Mitte April per Twitter Vorschläge für Namen gemacht werden. Dafür gibt es aber ein paar enge Vorgaben, die aufgeschlüsselt werden. Bei den Monden handelt es sich um drei, die 2003 entdeckt, dann aber wieder verloren und später quasi wieder entdeckt wurden. Zwei weitere wurden 2017 beziehungsweise 2018 erstmals entdeckt. Mit ihnen kennen wir aktuell 79 Monde des Gasriesen, mehr als bei jedem anderen Planeten im Sonnensystem.

Die Position der nun zu benennenden Monde

(Bild: Carnegie Institution for Science)

Im Sommer 2017 hatten die Wissenschaftler um Scott Sheppard von der Carnegie Institution for Science öffentlich gemacht, dass sie insgesamt 12 neue Jupitermonde entdeckt hatten. Hinzu kamen eine Reihe von Monden, die schon einmal beobachtet, dann aber wieder verloren worden waren. Von den neuentdeckten Monden waren elf den bislang bekannten relativ ähnlich, einer fiel aber aus der Rolle. Seine Umlaufbahn ist äußerst instabil und Kollisionen mit anderen Objekten sind wahrscheinlich. Er wurde von den Forschern inzwischen auf Valetudo getauft, nach einer Urenkelin des römischen Gottes Jupiters.

Die Forscher suchen nun nach Namen für die Monde S/2003 J5, S/2003 J15, S/2003 J3, S/2017 J4 und S/2018 J1. Sie müssen nach Gestalten der römischen oder griechischen Mythologie benannt sein, die entweder Abkömmlinge oder Liebhaber des Gottes Jupiter beziehungsweise Zeus sind. Die 2003 entdeckten Monde müssen außerdem auf ein "e" enden, die restlichen beiden auf "a".

Jupiter-Sonde Juno (25 Bilder)

Der Große Rote Fleck
(Bild: NASA / SwRI / MSSS / Gerald Eichstädt / Seán Doran)

Die Namen dürfen nicht mehr als 16 Zeichen umfassen, dürfen in keiner Sprache oder Kultur beleidigend sein und bereits vergebenen Namen nicht zu ähnlich sein. Namen vorwiegend kommerzieller Natur sind genauso nicht erlaubt, wie solche von Individuen oder Orten, die vor allem für politische, militärische oder religiöse Aktivitäten bekannt sind. Auch Namen, die an lebende Personen erinnern, sind nicht erlaubt.

Wer anhand dieser Vorgaben einen Vorschlag hat, kann ihn mit dem Hashtag #NameJupitersMoons an @JupiterLunacy twittern und – auf Englisch – seine Wahl begründen. Warum nur diese fünf Monde mit Hilfe der Öffentlichkeit benannt werden soll, teilte die Carnegie Institution nicht mit. Eventuell gibt es für die anderen bereits Vorschläge, oder aber sie sollen noch folgen. (mho)