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Asus ProArt StudioBook: Schnelle Workstation-Notebooks mit Quadro RTX und Xeon

Asus baut seine Serie von Workstation-Notebooks aus und verspricht farbstarke flimmerfreie Bildschirme, ungedrosselte CPUs sowie ein Display im Touchpad.

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Das Asus ProArt StudioBook Pro X kommt mit schneller CPU und Quadro-Grafik. Außerdem hat es ein Display im Touchpad.

(Bild: Asus)

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Eine ganze Handvoll neue Workstation-Notebooks hat Asus auf der IFA dabei. Die neue Serie hört auf den Namen Asus ProArt StudioBook und soll mit wahlweise Intel-Xeon- oder Core-i-Prozessoren jede Menge Leistung bieten. Die Pro-Varianten kommen darüber hinaus mit einem Quadro-RTX-Grafikchip von Nvidia. Dazu gesellen sich farbstarke Bildschirme im 16:10-Format. Sie bilden etwa den DCI-P3-Farbraum zu 97 Prozent ab und sind von Werk aus kalibriert und sollen nur geringe Farbabweichungen zeigen.

Das Pro X wird mit einem 17-Zoll-Display mit rundherum schmalen Rändern angeboten. Asus spricht von 92 Prozent Bildschirm im Verhältnis zur gesamten Front. Das Full-HD-Display (1920 × 1200) ist nicht nur kalibriert und farbecht, es soll auch flimmerfrei sein.

Asus ProArt StudioBook One

Dabei soll ein sogenannter DC-Mode die elektrische Spannung steuern. Was bedeuten dürfte, dass die Helligkeit in besagtem DC-Mode nicht per PWM, also schnellem Ein- und Ausschalten der Hintergrundbeleuchtung, sondern über das Heben und Senken der Spannung geregelt wird. Die Technik als solche ist nicht neu, aber zumindest in neueren Notebooks ungewöhnlich.

Ebenfalls ungewöhnlich ist das zweite Display dort, wo normalerweise das TouchPad steckt. Als Eingabegerät fungiert zwar auch das ScreenPad 2.0, es lässt sich aber zusätzlich auch mit einigen vorinstallierten Apps für andere Zwecke nutzen. Etwa als Taschenrechner oder als Steuereinheit für Musikwiedergabe über Spotify. Das Screenpad nutzt Asus bereits in einigen anderen Notebooks, in der Workstation-Serie ist es neu.

Als Prozessoren kommen Intel Xeon und Core-i7-Prozessoren zum Einsatz. Bisher bekannt sind nur die Topmodelle mit sechs CPU-Kernen, Xeon E-2276M und i7-9750H (Coffee-Lake-H, TDP 45W). Bis zu 128 GByte RAM lassen sich in vier SO-DIMM-Slots unterbringen und ECC-RAM wird in den Xeon-Modellen unterstützt. Als Grafikeinheit ist eine Nvidia Quadro RTX 5000 mit 16 GByte Grafikspeicher vorgesehen. Um die Chips adäquat zu kühlen, treibt Asus einigen Aufwand, CPU und GPU sollen auch dann weitgehend ungedrosselt bei vollem Takt laufen, wenn beide beansprucht werden. Die Geräuschemission sollen trotz bis zu 6000 Lüfterumdrehungen pro Minute gering sein.

Viel Leistung verspricht sich Asus auch von zwei SSDs, die als Raid 0 zusammengeführt werden können. Die erste PCIe-SSD hängt direkt am Prozessor, die zweite am PCH. Zusammen sollen sie bis zu 6 GByte/s erreichen. Maximal sind 6 TByte Speicherplatz möglich, wenn das Gerät mit zwei SSDs und einer HDD konfiguriert wird.

Ebenfalls mit dabei sind zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse und drei USB-A-Buchsen mit USB 3.1 Gen2 sowie WiFi 6. Für Ethernet, HDMI und Headsets gibt es jeweils eine Buchse. Der integrierte SD-Kartenleser soll 300 MByte/s erreichen, entspricht damit dem UHS-II-Standard.

Das Gerät wiegt 2,5 Kilogramm und ist 28 Millimeter dick. Integriert ist ein 95-Wh-Stunden-Akku, das Netzteil liefert 280 Watt. Das StudioBook Pro X soll ab dem vierten Quartel 2019 ab 4300 Euro erhältlich sein.

Das StudioBook One fällt alleine deswegen aus dem Rahmen, weil es die Hardware quasi auf dem Rücken, hinter dem Display trägt. Dennoch ist es kein Detachable, die Tastatur ist fest angebaut. Die Idee dahinter ist, dass die Abwärme beim Arbeiten auf dem Schoß nicht mehr die Oberschenkel versengt. Um die Kühlung zu verbessern, hebt sich die Rückseite beim Aufklappen um exakt 4,57 Grad und gibt an der nach unten gerichteten Seite einen Spalt für Frisch- und Abluft frei. Die Gewichtsverteilung ist nicht ideal, das Notebook kippt schon bei mäßigen Winkel über 90 Grad spürbar beim Antippen. Die LÜfterklappe verhindert aber, dass das Notebook umfällt. Zum Arbeiten auf dem Schoß scheint der Schwerpunkt allerdings nicht ideal zu sein.

Asus ProArt StudioBook One

Der 15-Zoll-Bildschirm hinter der vollflächigen Glasfront aus Gorilla Glas erreicht eine 4K-Auflösung und bietet Bildwiederholraten von bis zu 120 Hz. Er soll eine vollständige Adobe-RGB-Abdeckung erreichen und minimale Farbabweichungen aufweisen.

Trotz der eher kompakten Bauweise steckt Asus ins StudioBook One den Achtkerner Intel Core i9-9980HK mit bis zu 5 GHz Boosttakt und eine Nvidia Quadro RTX 6000 mit 24 GByte GDDR6-Grafik-RAM. Bisher nutzt kein anderer Hersteller diesen Grafikchip im Laptop. Eine Titanium-Verdampferkammer auf den Prozessoren soll für ausreichend Kühlung sorgen.

Weiterhin gibt es 32 GByte RAM und eine PCIe-SSD mit 1 Terabyte sowie drei USB-C-Anschlüssen mit Thunderbolt 3. Das 2,9 Kilogramm schwere Notebook hat einen 90-Wh-Akku integriert und ein 300-Watt-Netzteil.

Asus installiert nicht nur auf dem Gerät ein Tool zur Performancesteuerung- und überwachung. Es soll sich auch auch über eine eigene Mobil-App überwachen lassen. Bricht etwa ein Rendervorgang ab, soll man davon zeitnah übers Smartphone erfahren.

Das One soll im ersten Quartal 2020 auf den Markt kommen, der Preis ist noch unbekannt.

Asus ProArt StudioBook One (14 Bilder)

Asus packt beim StudioBook One die Hardware hinters Display, wie bei einem 2-in1-Tablet. Die Tastaur lässt sich aber nicht lösen und das Oberteil nicht zum Notebook machen,

Die beiden Top-Modelle werden durch vier weitere Workstation-Notebooks ergänzt. Einziger auffälliger Unterschied zwischen den Pro- und Non-Pro-Modellen ist die Quadro-Grafikeinheit für erstere, während es eine Nvidia RTX 2060 nur für letztere gibt. Ansonsten sind die Displays ebenfalls kalibriert und von Pantone zertifiziert.

Asus ProArt StudioBook 15

(Bild: Asus)

Kurios muten einige Unterschiede zwischen den Varianten mit 17-Zoll- und 15,6-Zoll-Display an. Das größere Display hat nur 1920 × 1200 Pixel (16:10) das kleinere hingegen 4096 × 2160 (16:9). Die kleineren Modelle unterstützen nur den Intel Core i7-9750H mit sechs Kernen, die größeren lassen sich zusätzlich mit Xeon E-2276M konfigurieren.

Im StudioBook 15 sind 16 GByte RAM fest aufgelötet, die über einem SO-DIMM-Slot erweitert werden können, beim 17er gibt es zwei Steckplätze für den RAM. Beide Größen unterstützen WiFi 6.

Nur im großen Modell gibt es einen UHS-II-Kartenleser und einen Anschluss mit Thunderbolt 3. Im kleinen Modell bieten die USB-C-Buchse nur USB 3.1 Gen 2. Dazu gesellen sich jeweils drei USB-A-Anschlüsse (ebenfalls 3.1 Gen 2), HDMI 2.0. Nur das 15er hat auch eine Ethernet-Anschluss.

Asus ProArt StudioBook Pro 17

(Bild: Asus)

Der Akku des StudioBook 15 fast 76 Wh, der im 17ern-Modell nun 57 W. Auf die Waage bringen die Geräte 2 respektive 2,4 Kilogramm.

Das StudioBook Pro 17 (W700) wird es ab dem vierten Quartal 2019 ab 2200 Euro geben, für StudioBook 17 (H700), StudioBook 15 (H500) und Pro 15 (W500) sind noch keine Preise bekannt. Sie sollen im ersten Quartal 2020 erscheinen. (asp)