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Computex

Asus Zenfone 3: Speicherriese "Deluxe" und Monsterphablet "Ultra"

Auf der Computex hat Asus seine neue Smartphone-Generation vorgestellt: Das High-End-Modell Zenfone 3 Deluxe mit 6 GByte RAM und 256 GByte Speicher, das Riesen-Smartphone Zenfone Ultra und das günstige Zenfone 3.

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Asus Zenfone 3 Ultra

Das Asus Zenfone 3 Ultra ist ein echter Brummer.

(Bild: c't/asp)

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Gleich drei neue Android-Smartphones hat Asus zur Computex in Taiwan mitgebracht. Die Zenfone-3-Familie orientiert sich zwar stärker als die Vorgänger an der Konkurrenz, verzichtet aber nicht auf Experimente: Mit dem Riesengerät Zenfone 3 Ultra bringt Asus ein 6,8-Zoll-Smartphone auf den Markt und das Top-Modell Zenfone 3 Deluxe kommt mit 6 GByte RAM und bis zu 256 GByte interner Speicher. Es soll sich mit High-End-Smartphones wie dem Samsung Galaxy S7 messen.

Mit 5,7-Zoll-Display ist es ebenfalls nicht klein, die Auflösung des AMOLED-Bildschirms bleibt mit 1920 × 1080 hinter der Konkurrenz zurück. Ein Snapdragon 820 sorgt für angemessene Performance und Asus spendiert ihm zudem extrem viel Arbeitsspeicher. Ein Optimierung namens OptiFlex soll die Ladezeiten von Apps weiter beschleunigen. Vermutlich sorgt sie dafür, dass häufig verwendete Apps länger im Speicher gehalten werden.

Das Gehäuse besteht vollständig aus Metall und besitzt laut Asus "unsichtbare Antennen". Tatsächlich durchziehen keine hässliche Plastikstreifen die Rückseite, wie das etwa bei Apple oder HTC teilweise der Fall ist. Schaut man genau hin, sind die trotz allem nötigen Freiräume im Metall an die kurzen Ränder gewandert. Sie sind allerdings deutlich kleiner und unauffälliger. Wie gut der Empfang damit sein wird, bleibt abzuwarten, zumindest von den Händen sollten sie nur im Querformat verdeckt werden. Die Rückseite ist leicht gewölbt und misst zwischen 4 und 7 Millimetern. Vorne schützt Gorilla Glas 4 das Display.

Mindestens 64 GByte fasst der interne Speicher, wahlweise gibt es ihn auch in 128 oder 256 GByte. Das WLAN-Modul arbeitet nach 801.11ac, LTE wird bis Cat. 13 unterstützt. Das Zenfone 3 Deluxe bietet Platz für zwei SIM-Karten, der zweite Slot kann wahlweise mit einer MicroSD-Karte zur Speichererweiterung bestückt werden. Angeschlossen und aufgeladen wird das Smartphone über einen USB-C-Port mit 3.0-Geschwindigkeit. Der nicht wechselbare 3000-mAh-Akku kann in 40 Minuten auf 60 Prozent geladen werden.

Asus Zenfone 3 (16 Bilder)

Asus Zenfone 3 Deluxe

(Bild: asp)

Fotos knipst die rückwärtige Kamera mit 23 Megapixeln, drei Autofokus-Systeme (Phase Change, Laser, Bewegungsverfolgung) und eine Bildstabilisierung sollen es besonders schnell zu scharfen Bilder führen. Mit einer Lichtstärke von f/2.0 dürften die Bilder bei schlechtem Licht aber leiden. Ein Feature namens Super Resolution erzeugt Bilder mit 92 Megapixeln, weitere Details dazu nannte Asus dazu nicht. Offenbar nimmt die Kamera mehre Einzelbilder auf und setzt sie zu einem zusammen. Die vordere Kamera löst 8 Megapixeln auf.

Rund 500 US-Dollar will Asus für das Zenfone 3 Deluxe, ein Erscheinungsdatum steht noch nicht fest. erfahrungsgemäß dürfte es in Deutschland nicht vor der IFA Anfang September erhältlich sein.

Tablets zum Telefonieren hatte Asus bereits einige, das Zenfone 3 Ultra ist dagegen ein Smartphone in Tablet-Größe. Massive 6,8 Zoll misst der IPS-Bildschirm, die Auflösung ist mit 1920 × 1080 dafür eher mager. Als Prozessor kommt ein Snapdragon 652 von Qualcomm mit vier schnellen (Cortex A72) und vier langsamen Kernen (Cortex A53) zum Einsatz. Je nach Variante gibt es 3 oder 4 GByte RAM und der interne Speicher fasst 32 GByte bis 128 GByte. Auch hier gibt es einen USB-C-Port, der zudem die Ausgabe von DisplayPort-Signalen beherrscht.

Daten werden über 11ac-WLAN und Cat.6-LTE gefunkt. Dual-SIM unterstützt das Smartphone ebenfalls. Das Gehäuse ist wie beim Deluxe aus Metall. Den Lautstärkeregler hat Asus hier auf die Rückseite gepackt, der Fingerabdruckscanner wandert auf die Front in einen Home-Button, den die anderen Modell nicht haben. Unklar ist die Größe des fest eingebauten Akkus: Während der Präsentation war von 4600 mAh die Rede, im Datenblatt stehen nur 4100 mAh. Die beiden Kameras entsprechen denen des Zenfone 3 Deluxe. Zwei Stereo-Lautsprecher sollen nicht nur ordentlich Krach machen, Asus verspricht auch eine bessere Bass-Wiedergabe. Kosten soll das Zenfone 3 Ultra 480 US-Dollar.

Deutlich billiger wird das nur Zenfone 3 genannte Modell. Für 250 US-Dollar steckt es bei der Ausstattung zurück: Hier kommt der Snapdragon 625 mit acht Cortex-A53-Kernen zum Einsatz, begleitet von ebenfalls 3 oder 4 GByte RAM. Das IPS-Display misst 5,5 Zoll und zeigt 1920 × 1080 Pixel. Der interne Speicher 32 oder 64 GByte und kann ebenfalls mit einer MicroSD erweitert werden.

Auch die restliche Ausstattung kann sich für den Preis sehen lassen: 11-ac-WLAN, LTE, 3000-mAh-Akku, 16-Megapixel-Kamera und eine USB-C-Buchse (USB 2.0).

Alle drei Smartphones laufen auf Android 6.0 mit einer von Asus deutlich veränderten Oberfläche. Neu bei der ZenUI 3.0 sind animierte Hintergrundbilder mit Parallax-Scrolling und ein Game-Modus. Der erlaubt es Spiele live ins Netz zu streamen und soll die Performance verbessern können. Das dürfte ähnlich wie bei Samsung die Auflösung reduzieren.

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(asp)