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Asus befragt Online-Gamer zu Mogel-Treibern

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"Spiel niemals 3D-Spiele gegen einen, der eine Asus-VGA-Karte hat. Du wirst verlieren." Mit diesen Worten wirbt Asus für einen Grafikkartentreiber, mit dem man sich in Online-Multiplayer-Spielen einen unfairen Vorteil verschaffen kann. Er stellt auf Knopfdruck Wände oder die ganze Szenerie ohne Texturen dar, sodass man die Gegner sieht, bevor man selbst gesehen wird. Bereits in der Vergangenheit hatte der Grafikkartenhersteller mit dieser Technik den Unmut der Online-Spieler auf sich gezogen. In der Folge entfernte Asus das "Feature" aus seinen Treibern. Solche "Cheats", argumentieren ernsthafte Online-Spieler, bedeuten das Aus für Spiele wie "Counter-Strike", "Unreal Tournament" oder "Quake 3 Arena".

Unverständlicherweise hatte Asus die See Through Technology in den jüngsten Geforce-Treibern wieder aufgenommen. Es mussten lediglich einige Einträge in der Registry verändert werden. Asus argumentiert, dass mit der Technik Anfänger bessere Chancen hätten und so für routinierte Spieler eine neue Herausforderung darstellen.

Die einzige Herausforderung besteht jedoch darin, diese Mogel-Spieler zu enttarnen. Mit Monitor-Software wie Punkbuster gibt es erste Gegenmaßnahmen, die aber zurzeit auf Half-Life von Valve Software und deren Mods Team Fortress 1.5 und Counterstrike beschränkt ist. Punkbuster muss auf Server und Client installiert sein und überwacht die Game.exe und die Grafikkartentreiber. Bei Auffälligkeiten meldet Punkbuster eine "Violation" und verhindert das Einloggen des Clients in den Gameserver.

Die Online-Gemeinde hat inzwischen dazu aufgerufen, Asus-Treiber nicht zu verbreiten und von allen Servern zu löschen. Unter http://www.petitiononline.com/badasus/petition.html kann man sich einer Petition anschließen, die Asus auffordert, den Mogeltreiber nicht weiter zu verbreiten. Als Reaktion startet Asus nun eine Umfrage, in der Spieler ganz demokratisch darüber abstimmen können, ob die Mogel-Treiber weiterhin unterstützt werden sollen oder nicht. (Manfred Bertuch / Hartmut Gieselmann) (hag)