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Atom-Prozessor mit Altera-FPGA

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Atom E6x5C (Stellarton)

(Bild: Intel)

Field Programmable Gate Arrays (FPGAs) erlauben es, Algorithmen je nach Bedarf quasi in Hardware zu gießen; so lassen sich Spezialaufgaben besonders schnell oder effizient erledigen. Intel bietet für Hersteller von Embedded Systems die Kombination eines Atom-Prozessors mit einem Altera-FPGA in einem einzigen Bauelement an. FPGA und CPU sind dabei allerdings nicht monolithisch, also auf einem Die integriert, sondern es handelt sich um zwei Siliziumchips auf einem gemeinsamen Die Carrier. FPGA und CPU sind über zwei PCIe-x1-Links verbunden.

An der CPU stehen die meisten Anschlüsse der jüngsten Atom-Generation E600 bereit, beispielsweise weitere PCIe-Ports und Ausgänge für Displays, außerdem ist ein Speicher-Controller enthalten (32 Datensignalleitungen, DDR2-800). Das Altera-FPGA kann eigene I/O-Ports und auch Speicher anbinden. Dafür stehen 350 Kontakte zur Verfügung. Das FPGA soll mehr als 60.000 logische Elemente (LTEs) umfassen, 312 Multiplikatoren enthalten und Transceiver-Bitraten von bis zu 3,125 GBit/s erreichen können. Diese Eckdaten entsprechen ungefähr einem Altera Arria II (EP2AGX65).

Die Baureihe Atom E6x5C (Stellarton) umfasst Varianten mit 0,6, 1 und 1,3 GHz CPU-Takt (E625C, E645C und E665C) sowie 2,7 oder 3,6 Watt TDP; die Frequenz der integrierten PowerVR-SGX535-GPU beträgt dabei 320 oder 400 MHz. Die Prozessoren sind auch mit erweitertem Temperaturbereich (E625CT, E645CT und E665CT) lieferbar – ab Januar sollen sie zu haben sein. Die 1000-Stück-Preise pro CPU reichen von 61 bis 106 US-Dollar.

Kürzlich hatte Intel angekündigt, auch FPGAs der Firma Achronix fertigen zu wollen. (ciw)

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