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Atomkraftwerk Brokdorf geht wieder ans Netz

Nach einer mehrwöchigen Überprüfung hat das Atomkraftwerk Brokdorf seinen Betrieb wieder aufgenommen. Nach Problemen mit den Brennstäben im letzten Jahr kann diesmal Entwarnung gegeben werden.

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Atomkraftwerk Brokdorf geht wieder ans Netz

(Bild: Pixabay / CC0)

Nach einer rund vierwöchigen Revision geht das Atomkraftwerk Brokdorf im schleswig-holsteinischen Kreis Steinburg wieder ans Netz. Der Betrieb sollte noch am Dienstag wieder aufgenommen werden, teilte der Betreiber Preussenelektra mit. Nachdem im vergangenen Jahr an einigen Rohren partiell erhöhte Oxidschichten festgestellt und Maßnahmen dagegen ergriffen worden seien, seien die Brennelemente nun erneut einer Inspektion unterzogen worden. "Die ergriffenen Maßnahmen haben die erwartete Wirkung gezeigt", erklärte Kraftwerksleiter Uwe Jorden.

Das Atomkraftwerk soll nun zunächst mit maximal 95 Prozent Leistung betrieben werden. Für den jetzigen Zyklus seien 40 neue Brennelemente in den Reaktordruckbehälter eingesetzt worden. Insgesamt seien bei der rund 25 Millionen Euro teuren Revision 950 Tests absolviert worden. Das Unternehmen habe dafür etwa 1200 externe Fachkräfte aus unterschiedlichen Servicefirmen eingesetzt.

Nach Unternehmensangaben hat das Atomkraftwerk Brokdorf unweit der Elbe in Schleswig-Holstein seit seiner Inbetriebnahme im Oktober 1986 mehr als 330 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Endgültig vom Netz gehen soll das Kraftwerk mit seiner elektrischen Leistung von rund 1480 Megawatt und seinen rund 500 Mitarbeitern spätestens am 31. Dezember 2021.

Sieben AKW sind noch in Deutschland in Betrieb (7 Bilder)

Seit März 1984 ist C des AKW im bayerischen Gundremmingen in Betrieb. Block A war von 1967 bis 1977 in Betrieb. Der 1984 ans Netz gegangene Block B wurde am 31. Dezember 2017 abgeschaltet, Block C – ebenfalls 1984 in Betrieb genommen – soll 2021 folgen. (Bild: kkw-gundremmingen.de)

(olb)