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Auch AOL trennt sich von Business-Messenger

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Nur wenige Tage, nachdem Yahoo seinen Firmen-Instant-Messenger eingestellt hat, folgt nun der Online-Dienst America Online (AOL) dem Beispiel des Konkurrenten. Der Business-Messenger AIM Enterprise wird nicht weiterentwickelt, verlautet es aus dem Unternehmen. Der Hintergrund ist wie schon bei Yahoo, dass Messenger innerhalb von Firmennetzwerken zwar vielfach eingesetzt werden, aber zumeist wird die kostenlose Privatversion genutzt. Der Markt für kostenpflichtige Angebote scheint sehr überschaubar zu sein.

AOL hatte AIM Enterprise Gateway im November 2002 gestartet, offenbar aber wenige Kunden gefunden. Auch den kostenlosen AIM für Privatanwender hatte das Unternehmen immer wieder aufgebohrt und um kostenpflichtige Business-Anwendungen erweitert -- zuletzt um eine Funktion für Telefonkonferenzen. Damit war der nun vollzogene Schritt vorhersehbar. Nun hält nur noch Microsoft als großer Konkurrenzkonzern neben seinem kostenlosen Heimanwender-Messenger an einem kostenpflichtigen Firmenprodukt fest, ein vergleichbares Produkt bietet noch IBM mit dem IBM Lotus Instant Messaging and Web Conferencing. Davon abgesehen gibt es aber auch viele kleinere Firmen, die maßgeschneiderte Messenger-Lösungen für Firmennetzwerke anbieten. (tol)