Auch CRM ist ein Markt für Microsoft

Ende 2002 will Microsoft eigene Software für das Customer Relationship Management (CRM) anbieten.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Ende 2002 will Microsoft eigene Software für das Customer Relationship Management (CRM) anbieten. In der Disziplin, bei der es um die Verwaltung von Kundenadressen, die Planung regelmäßiger Kundenansprachen und vielfach auch um die Beobachtung individueller Umsätze geht, sucht Microsoft seinen Vorteil in der Verzahnung mit den hauseigenen Programmen Outlook und Internet Explorer.

Nach Angaben von Microsofts CRM-Vorsteher David Thacher soll die neue Software je nach Funktionsumfang zu Preisen von 395 bis 1295 US-Dollar pro Benutzer in den Handel kommen und auf den Windows 2000 Server aufsetzen. Grundsätzlich hat der Software-Riese zwei Varianten seiner Software im Sinn -- Lösungen für Vertriebskräfte und solche für Kundendienst-Mitarbeiter.

Mit Unternehmen von 50 bis 500 Mitarbeitern sieht Microsoft ihre Klientel offenbar in den bisherigen Anwendern von Act!, Adress Manager, Adress Plus, Goldmine und ähnlichen Produkten. Dem CRM-Platzhirsch Siebel, mit dem die hauseigene Division Great Plains ein Vertriebsabkommen unterhält, wolle man aber ausdrücklich keine Konkurrenz machen, erklärten Microsoft-Sprecher.

Solche Statements mag man glauben oder auch nicht: Das mittlerweile zu Microsoft gehörende und zusammen mit Great Plains in die Abteilung Microsoft Business Solutions einsortierte Softwarehaus Navision hat jedenfalls erst am Montag bekannt gegeben, dass es seine Vertriebspartnerschaft zu Siebel mit Wirkung zum August aufkündigt. (hps)