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Auch Einödhöfe sollen schnelles Internet bekommen

Schnelles Internet ist fast unverzichtbar, in Städten wie auf dem Land. Doch bis auch der letzte Weiler ans schnelle Netz angeschlossen ist, wird es noch dauern. In Bayern soll ein weiteres Förderprogramm helfen.

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(Bild: dpa)

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Die bayerische Staatsregierung fördert den Anschluss abgelegener Höfe und Siedlungen ans Hochgeschwindigkeits-Internet mit einem speziellen Programm. Ab diesem Samstag (1. Juli) startet der sogenannte Höfebonus: ein 400 Millionen Euro schweres Förderprogramm, mit dem vor allem dünn besiedelte Flächen im Freistaat mit schnellem Internet erschlossen werden sollen.

"Auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte Bayerns wollen wir an die Datenautobahn anschließen", erklärte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Freitag in München. Das seien vor allem Kommunen mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen. Diese sollen beim Ausbau von noch unversorgten Bereichen unterstützt werden.

"Bayern braucht flächendeckend schnelles Internet", betonte Söder. Beim Höfebonus soll Wert auf direkte Glasfaseranschlüsse in die Gebäude gelegt werden: Projekte, die von der Förderung profitieren sollen, müssen mindestens 80 Prozent der Gebäude mit Glasfaser erschließen. Das ermögliche Bandbreiten im Gigabit-Bereich, hieß es.

Ende Mai hatte das Kabinett beschlossen, in den kommenden Jahren 3 Milliarden Euro zusätzlich für die Digitalisierung auszugeben. Eine Milliarde Euro soll bis 2025 für eine "Gigabit-Infrastruktur" überall in Bayern ausgegeben werden, mit modernen Glasfaserkabeln. Vor allem Firmen, Forschungseinrichtungen, Behörden und Schulen sollen möglichst rasch davon profitieren. (anw)