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Auch Google löscht Fake-Accounts von iranischer Kampagne

Vor den nächsten Wahlen zeigen sich US-Konzerne besonders engagiert im Kampf gegen Propaganda: Nach Facebook und Twitter hat nun Google Accounts gelöscht.

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Google in Mountain View

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Nach Facebook und Twitter hat nun auch Google öffentlich gemacht, dass auf den eigenen Plattformen Dutzende Accounts gesperrt wurden, die für eine Propaganda-Kampagne aus dem Iran genutzt wurden. Das erklärte Kent Walker von Google in einem Blogeintrag. Man habe dank der Hilfe von FireEye 39 Kanäle auf Youtube – deren "relevante Videos" aus den USA fast 13.500 Mal angesehen wurden, 6 Accounts auf Blogger und 13 Konten bei Google+ gesperrt. Hinter der Kampagne steckt demnach die iranische Rundfunkgesellschaft IRIB, Behörden und Politiker seien informiert.

Vor Google hatten bereits Facebook und Twitter Hunderte gefälschte Accounts gelöscht, die mit dem Versuch in Verbindung gebracht wurden, Propaganda zu verbreiten. Dabei geht es um Aktivitäten, mit denen die öffentliche Meinung in den USA manipuliert werden soll. Wie das mutmaßlich russische Hacker vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 versucht hatten, wurde in den vergangenen Monaten von US-Ermittlern beleuchtet. Offenbar nehmen sich nun andere Staaten daran ein Beispiel. (mho)