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Auch Großbritannien spioniert angeblich aus der Botschaft in Berlin

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Ähnlich wie die USA soll auch Großbritannien vom Dach seiner Botschaft im Berliner Regierungsviertel spionieren, Das behauptet zumindest der britische Independent und verweist auf eine "zeltähnliche Struktur" auf dem Dach des Gebäudes, ohne jedoch Belege vorzulegen. Die Struktur befinde sich seit der Eröffnung der Botschaft im Jahr 2000 an ihrem Platz. Außerdem weist der Autor, der Geheimdienstexperte Duncan Campbell, auf die Ähnlichkeiten zu den Anlagen der ehemaligen US-Abhörstation auf dem Teufelsberg in Berlin hin. Darin versteckte Technik könne in der Lage sein, Handygespräche, WLAN-Daten und andere Kommunikationsvorgänge zu überwachen.

Die fragliche Struktur

(Bild: bing.com)

Der britische Geheimdienst GCHQ habe der Zeitung einen Kommentar zu dem Bericht verweigert. Der Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht (Grüne) stellte dagegen die Frage, ob EU-Politiker und Journalisten tatsächlich eine Gefahr für die nationale Sicherheit Großbritanniens darstellten. Wurde doch damit in den vergangenen Wochen fast jede aufgedeckte Überwachungsaktion gerechtfertigt. Wie verbreitet eine solche Spionage aus Botschaftsgebäuden tatsächlich sein dürfte, hatte vergangene Woche ein ehemaliger deutscher Botschafter in den USA angedeutet. Wolfgang Ischinger erzählte in der Talkshow von Maybrit Ilner im ZDF, dass es auch in Washington Räume in der Botschaft gegeben habe, die er nicht ohne Begleitung betreten durfte. (mho)