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Auch HP Deutschland rechnet mit schwächeren Geschäften

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Der Computerkonzern Hewlett-Packard rechnet im laufenden Geschäftsjahr in Deutschland mit geringerem Umsatzwachstum und weniger Gewinn. Im Geschäftsjahr 1999/2000 stieg der Umsatz um 20 Prozent auf 9,6 Milliarden Mark. Der Gewinn blieb mit 456 Millionen Mark etwa auf dem Vorjahresniveau. In drei Jahren soll der Anteil des Geschäfts mit Produkten und Dienstleistungen rund um das Internet von heute 20 Prozent auf mehr als die Hälfte klettern, erklärte der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH, Heribert Schmitz.

Schmitz gestand Defizite bei der Umstrukturierung des vor allem für Computer und Drucker bekannten amerikanischen Unternehmens ein. Die Neuausrichtung auf das Internet sei "schwieriger als ursprünglich erwartet", solle aber dennoch beschleunigt werden. Außerdem wolle HP künftig stärker das Interesse der Kunden an Komplettlösungen an der Stelle einzelner Produkte.

In Asien und den USA habe sich die Nachfrage stark abgeschwächt. In seinem Heimatland rechnet HP daher in diesem Jahr nur mit einem einstelligen Umsatzwachstum. "In Europa sieht es besser aus", meinte Schmitz. Der verschärfte Wettbewerb könne sich allerdings negativ auf die Margen auswirken. Zudem profitierte Hewlett-Packard beim Ergebnis 1999/2000 von Einmaleffekten. Eine genaue Gewinn- und Umsatzprognose wollte Schmitz nicht abgeben. Der Gesamtkonzern habe keinen guten Start in das neue Geschäftsjahr erwischt. "Davon konnten wir uns auch in Deutschland nicht freimachen", sagte Schmitz.

In diesem Jahr sollen trotzdem rund 250 neue Jobs geschaffen werden. Die Mitarbeiter sollen im Rahmen der Umstrukturierung künftig stärker nach Leistung bezahlt werden. Die Vergütung des Managements hänge teilweise direkt von der Zufriedenheit der Kunden ab, sagte Schmitz.Hewlett-Packard konnte seine Position als Marktführer bei Tintenstrahl- und Laserdruckern in Deutschland weiter ausbauen. In Zukunft will HP vor allem auf neue Technologien für das mobile Internet setzen. HP erzielte 1999/2000 mit 88.500 Mitarbeitern weltweit Umsätze von 48,8 Milliarden Dollar. (dal)