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Auch Microsoft überprüft Anzeigengeschäft auf finanzierte Werbung aus Russland

Der US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 ist noch lange nicht abgehandelt. Auch Microsoft will nun seine Anzeigengeschäfte aus der Wahlkampfzeit überprüfen. Facebook, Twitter und Google haben bereits Verknüpfungen nach Russland gefunden.

Microsoft-Logo

(Bild: kremlin.ru CC BY 4.0 (Ausschnitt))

Auch Microsoft überprüft nun seine Anzeigenverkäufe aus dem Jahr 2016, um festzustellen, ob etwa über die hauseigene Suchmaschine Bing während der US-Wahl Werbung verbreitet wurde, die aus Russland finanziert worden ist. Das erklärte der Konzern gegenüber Reuters und weiteren Medien.

Zuletzt hatte Google eingeräumt, dass bei einer internen Untersuchung Werbekampagnen gefunden wurden, mit denen rund um die US-Präsidentschaftswahlen Falschinformationen verbreitet wurden. Sie sollen auf russisches Betreiben gestartet worden sein, allerdings stamme das hierfür eingesetzte Geld nicht von jener kreml-nahen Organisation, die hinter den Werbekampagnen stecken soll, die derzeit bei Facebook analysiert werden.

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Gegenüber Gizmodo erklärte Microsoft, dass der Konzern auf Auffälligkeiten hingewiesen worden sei und deshalb nun genau prüfe, ob es eine Einmischung über Bing und andere Microsoft-Produkte gab. Das Unternehmen wolle den möglichen Missbrauch für die Zukunft auch minimieren.

Besonders Facebook sieht sich seit Monaten mit Vorwürfen konfrontiert, dass über das soziale Netzwerk Werbung aus Russland geschaltet wurde. Facebook hat unlängst eingeräumt, dass tatsächlich Millionen Facebook-Nutzern Werbung ausgespielt wurde, die möglicherweise mit russischen Drahtziehern in Verbindung steht. Auch Twitter hat mittlerweile rund 200 mutmaßlich aus Russland gesteuerte Profile gefunden, die Stimmungsmache in den USA betrieben haben sollen. Der Kurznachrichtendienst entdeckte dabei zunächst 22 Accounts, die direkt zu den von Facebook ausgemachten rund 450 verdächtigen Profilen gehörten. Mit ihnen verbunden gewesen seien 179 weitere Twitter-Konten.

Die großen Netzwerke und Werbeplattformen werden von der US-Regierung angehalten, Informationen zu möglichen Manipulationen herauszugeben. Sowohl Facebook als auch Twitter mussten bereits vor dem US-Kongress Auskunft geben. Das US-Justizministerium hat den Sonderermittler Robert Mueller beauftragt, die mutmaßliche russische Einflussnahme auf die Wahlen zu untersuchen. (kbe)

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