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Auch NRW will autonome Autos auf Autobahn testen

Nicht nur Bayern will eine Teststrecke für autonome Autos einrichten, auch der nordrhein-westfälische Verkehrsminister plant solches.

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Das automatisierte Fahren wird stufenweise eingeführt. Hier die Schätzung des Zulieferers Continental, wann welche Technik in Serie verfügbar sein wird.

Das Land Nordrhein-Westfalen will autonome Autos testweise auf seine Autobahnen lassen. Das sagte Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) laut einem Bericht der Rheinischen Post. "Das Ruhrgebiet mit seinen drei parallel verlaufenden Autobahnen A 2, A 40 und A 42 wäre dafür das ideale Testfeld." NRW hegt damit ähnliche Pläne wie Bayern, das autonome Autos auf der A9 testen lassen will.

"Wenn die neue Technik auf den Straßen zügig realisiert und alltagstauglich werden soll, dann kommt man an NRW nicht vorbei", sagte Groschek. Er habe bereits Gespräche mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt aufgenommen. Sein Ministerium solle sich an der Finanzierung beteiligen. Für die drei Ruhrgebietsautobahnen spreche, dass der Verkehr dort leicht verlagert werden könne.

Dobrindt rechnet laut einem Interview mit der Osnabrücker Zeitung damit, dass es auf deutschen Straßen in zehn Jahren selbstfahrende Autos geben wird. "Wir müssen zunächst die rechtlichen Voraussetzungen für teil- und vollautonomes Fahren schaffen", sagte Dobrindt. Zum Beispiel sei die Haftungsfrage derzeit ungeklärt. Ab diesem Mittwoch wird sich auch der Deutsche Verkehrsgerichtstag mit dem Thema beschäftigen.

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(anw)