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Auch hierzulande vertriebene Dritthersteller-Docks beschädigen offenbar Nintendo Switch

Berichte darüber, dass alternative Dockingstationen Nintendos Spielkonsole beschädigen, bezogen sich bislang vor allem auf ein in den USA angebotenes Modell. Doch mittlerweile klagen auch deutsche Nutzer über Ausfälle.

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Auch hierzulande vertrieben Dritthersteller-Docks machen offenbar Nintendo Switch kaputt

Kurz nach der Veröffentlichung des Firmware-Updates 5.0 für Nintendos Hybridkonsole Switch tauchten die ersten Berichte aus den USA auf, in denen Anwender über kaputte Geräte klagten. Zurückgeführt wurde dies schnell auf die Nutzung alternativer Dockingstationen, wobei ein in den Staaten vertriebenes Modell des Herstellers Nyko in den Fokus geriet.

Mittlerweile mehren sich die Berichte deutscher Nutzer, die mit hierzulande vertriebenen Dritthersteller-Docks ebenfalls entsprechend schlechte Erfahrungen gemacht haben.

In die Kritik geraten ist dabei unter anderem ein Dock von Scorel, das nun sogar aus dem Sortiment des Online-Händlers verschwunden ist – mit dem Hinweis, dass unbekannt sei, ob und wann der Artikel wieder verfügbar sein wird. Zuvor hatten mehrere Käufer übereinstimmend berichtet, dass ihre Switch beim Betrieb so beschädigt worden sei, dass sie zur Reparatur eingeschickt werden musste. Ein sehr ähnliches Modell von YockTec lässt sich weiterhin als China-Import bei Amazon Deutschland bestellen.

Das Scorel-Dock war auch in einem c't-Artikel über Zubehör für die Switch ("Power Ups", c't 24/17, S. 130) vorgestellt worden und lief in der Redaktion über Monate einwandfrei. Wieso offenbar erst die neue Konsolen-Firmware das Problem auslöste, ist bislang unklar.

Das Scorel-Dock ist in die Kritik geraten - und aktuell nicht mehr im Sortiment von Amazon.

(Bild: Amazon)

Der in den USA in die Kritik geratene Hersteller Nyko hatte mitgeteilt, dass er weiterhin nach dem Grund für die Ausfälle suche. Er gehe aber davon aus, dass es damit zu tun habe, wie die Konsole über ihren USB-C-Ausgang HDMI-Signale ausgebe und zugleich Strom aufnehme. Insofern wäre der Betrieb mit reinen Ladegeräten von Drittherstellern unproblematisch.

In Foren tauchte währenddessen die Behauptung auf, Nintendo würde bei der Switch von der USB-C-Spezifikation abweichen. Daher sollten Nutzer auch mit Netzteilen fremder Hersteller Vorsicht walten lassen. Selbst die verwendeten Kabel kamen ins Kreuzfeuer. Nintendo teilt dazu auf seiner japanischen Website in einer FAQ nur mit, dass Nutzer bei der Strippe auf 56 kΩ Widerstand achten solle.

Von Nintendo kam allgemein nur der wenig überraschende Rat, nur das Original-Dock und lizensierte Produkte zu verwenden. Interessant wird nun, ob der Hersteller eine Reparatur der durch die Dritthersteller-Docks beschädigten Konsolen auf Gewährleistung ablehnen wird. Zudem heizen die Berichte über kaputte Konsolen abermals die Kritik an Nintendo an, dass sich kein Backup von Spielständen anfertigen lässt (#SaveOurSaves!). (nij)

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