Auf der Suche nach dem nächsten großen Ding: Warnungen vor dem Ende der aktuellen Technikwelle

Ex-Google- und Twitter-Manager Elad Gil glaubt nicht, dass der aktuelle Hype-Zyklus noch lange anhält.

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Ein Facebook-Büro in Schweden.

(Bild: Facebook)

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Wie lange bleibt der Technikbranche das Investorenfieber noch erhalten – mit Milliardenbewertungen für Firmen, die womöglich gar nichts mehr mit einem üblicherweise hoch gehandelten Software-getriebenen Geschäftsmodell zu tun haben? Der Silicon-Valley-Investor Elad Gil glaubt, dass sich derzeit eine Veränderung bei den Investoren abspielt, berichtet Technology Review in der Online-Ausgabe ("Tech-Investoren auf der Suche nach dem nächsten großen Ding").

Gil, der in leitenden Positionen bei Twitter und Google beschäftigt war und derzeit bekannte, aber nicht börsennotierte Start-ups wie AirBnB, Square oder Stripe berät, hat gute Argumente. So hätten Investoren damit begonnen, die vom Bereich der Software-Unternehmen gewohnten hohen Bewertungen auch Firmen zu geben, die aus viel weniger ertragreichen Industriezweigen kommen. Diese seien kapitalintensiver, hätten auch gänzlich andere Geschäfts- und Vertriebszyklen.

"Tech-Investoren stecken ihre Gelder mittlerweile in die Nahrungsmittelindustrie, in Hardware, traditionelle Biotechnikfirmen, Öl und Gas sowie andere Industrien, von denen sie nichts verstehen. Ist das ein Zeichen dafür, dass Software diese Bereiche umkrempelt – oder tun sie das aus (unterschwelliger oder unbewusster) Verzweiflung?", so Gil in einem Essay. "Ein Software-gestützter, mit dem Netzwerk verbundener und über Crowdfunding finanzierter Smart-Toaster ist, wenn alle Karten auf dem Tisch liegen, eben doch nur ein Toaster."

Allerdings müssen die meisten Geldgeber für die Risikokapitalfonds keine Angst haben. Noch haben all diese Randsektoren die Investitionen in Software lange nicht eingeholt. Seit 2009 übertrumpft der Bereich jedes Jahr andere Technologiesegmente und Risikokapitalgeber (VCs) lieben ihn weiterhin.

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(bsc)