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Technology Review

Auf die Grand Challenge folgt die Urban Challenge

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Die für Forschungsangelegenheiten des US-Verteidigungsministeriums zuständige Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat elf Teams benannt, die für die kommende Ausgabe eines hoch dotierten Roboter-Auto-Wettrennens in den USA gesetzt sind. Aufgabe der für November 2007 geplanten "Urban Challenge" wird sein, ein autonom agierendes Fahrzeug über einen rund 100 Kilometer langen Stadtkurs zu schicken. Wer überhaupt eine Chance auf die von der DARPA ausgelobte Siegprämie in Höhe von zwei Millionen US-Dollar haben will, muss ein Fahrzeug konzipieren, das die Strecke in maximal sechs Stunden zurücklegt.

Unter den bereits Startberechtigten, die von der DARPA mit jeweils einer Million US-Dollar gefördert werden, ist auch die Stanford University, die gemeinsam mit dem Volkswagenkonzern im vergangenen Jahr die Grand Challenge gewonnen hatte, ein Wüstenrennen ebenfalls für Roboter-Fahrzeuge über knapp 212 Kilometer. Für das Stadtrennen wird Volkswagen aber keinen Touareg, sondern einen mit Elektronik und Software vollgestopften Passat an den Start schicken. Zu den besonderen Schwierigkeiten der Urban Challenge sollen scharfe Wendungen, Kollisionsvermeidung mit sich bewegenden Objekten, automatisches Einparken sowie die Einhaltung von Verkehrsregeln gehören.

Der letztjährige Hauptkonkurrent der deutsch-amerikanischen Kooperation, das um elf Minuten geschlagene Team "Red" der Carnegie Mellon Universität (CMU) um Robotik-Pionier William Whittaker, will einen umgebauten Chevrolet Tahoe ins Rennen schicken. Eine bislang noch nicht konkretisierte Anzahl weiterer Teams, für die keine Förderung vorgesehen ist, soll sich über Ausscheidungsrennen für den Showdown im kommenden November qualifizieren können. Galt bislang das Motto "the winner takes it all", werden 2007 auch die Plätze zwei (500.000 US-Dollar) und drei (250.000 US-Dollar) belohnt. (pmz)

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