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Aufblasbar ins All

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Der Milliardär Robert Bigelow, Besitzer einer großen US-Hotelkette, hat seit Kindheitstagen einen Traum: Er will sein eigenes bemanntes Raumschiff ins All schießen. Da das aber selbst für einen so reichen Mann ein nur schwerlich finanzierbares Unterfangen ist, setzen der Hotelmagnat und seine Ingenieure auf einen kostengünstigeren Ansatz: Die Verwendung aufblasbarer Komponenten.

2006 hat Bigelows Firma Bigelow Aerospace ihr erstes Testmodul ins All schießen lassen. Der melonenförmige Ballon namens "Genesis-1" übertrifft bislang alle technischen Erwartungen: Der Aufblasautomatismus funktionierte gut, der Druckabfall hält sich bislang in engen Grenzen. Die Lebenserwartung von "Genesis-1" wurde denn auch bereits auf das Doppelte der eigentlich anvisierten drei Jahre geschätzt – zumindest hoffen das Bigelows Ingenieure.

Eine leicht weiterentwickelte Variante namens "Genesis-2" soll noch in diesem Monat ins All geschossen werden (ein Startversuch im Januar war zuvor gescheitert). Danach geht es Schlag auf Schlag: 2008 soll ein erstes mit prototypischen Lebenserhaltungssystemen ausgestattetes Bigelow-Raumschiff die Erde umkreisen, 2010 das erste von drei Astronauten bewohnbare Modul namens "Sundancer".

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(bsc)