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MWC

Aufgesetzt: Datenbrille Vuzix Blade mit integriertem Display soll Mitte des Jahres erscheinen

Das neue Modell des Datenbrillen-Pionier Vuzix lässt sich nun gegen eine Kaution beim Hersteller vorbestellen. Ein neues Entiwcklungsprogramm soll für das passende Ökosystem sorgen.

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Argumented Reality: Datenbrille Vuzix Blade mit Alexa-Anbindung soll Mitte des Jahres erscheinen

(Bild: heise online / Johannes Maurer)

Bereits 2013 trat Vuzix gegen Google Glas mit seiner Datenbrille M100 an. Doch während der Internetgigant den Verkauf seiner "Smart Glasses" Mitte Januar 2015 für die normale Öffentlichkeit wieder einstellte, blieb Vuzix am Ball – und präsentiert auf dem MWC in Barcelona sein neues Modell "Vuzix Blade", das Ende des 2. Quartals erhältlich sein soll. Der Verkaufspreis liegt bei 1000 US-Dollar beziehungsweise 1080 Euro. Wer die Brille vorbestellt, muss eine Kaution von 250 US-Dollar beziehungsweise 270 Euro hinterlegen.

War bei der M100 ein Display sichtbar an der Brille montiert, ist bei der Blade ein halbtransparentes Mini-Display im rechten Brillenglas integriert. Der Nutzer sieht so ein kleines Farbbild, das wenige Zentimeter vor dem Auge zu schweben scheint. Wer eine Sehhilfe benötigt, soll bei Vuzix eine Version mit innen aufgeklebten passenden Korrekturgläsern bestellen können.

Datenbrille Vuzix Blade

Bedient wird die Datenbrille mit Quad-Core-ARM-CPU über ein Touchfeld am rechten Bügel. Wie schon die M100 verbindet sich die Blaze per Bluetooth oder WLAN mit dem Smartphone des Nutzers. Mit einer Akkuladung soll die Blaze bis zu drei Stunden am Stück laufen. Neu hinzugekommen ist eine Unterstützung von Amazons Sprachassistenssystem, wobei der Nutzer Alexa über ein integriertes Mikrofon ansprechen soll. Vuzix demonstrierte dies bei der Vorführung, an der heise online teilnahm, aber nicht.

Apropos Vorführung: Die Blaze hinterließ beim Ausprobieren einen gemischten Eindruck. Zwar löst das eingeblendete Bild hoch genug auf, um sogar ein Video über die Brille anzuschauen. Diese Nutzung dürfte auf Dauer allerdings anstrengend werden, da das Bild immer wieder ein wenig in die Mitte zu wandern scheint. Laut Hersteller ist dies ein Leistung des Gehirns.

Schließlich ist aktuell schwer einzuschätzen, welche Erfolgschancen das "Edge"-Entwicklungsprogramm haben wird, das der Hersteller zum Verkaufsstart auflegen will. Dadurch soll am Ende ein ganzes Ökosystem rund um die Datenbrille mit unterschiedlichsten Apps entstehen. Auf der Blaze selbst läuft Android in der veralteten Fassung 5.0. (nij)

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