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"Aufregende Fahrt": Uber bestätigt Khosrowshahi als neuen Chef

Uber hat bestätigt, dass Dara Khosrowshahi der neue CEO wird. Bisher leitete er eines der größten Reisebüros der Welt.

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Schriftzug Uber auf spiegelndem Glas

(Bild: dpa, Alex Hofford)

Dara Khosrowshahi wird wie erwarte neuer Chef Ubers, und folgt damit Firmengründer Travis Kalanick nach. Das hat der Verwaltungsrat des Unternehmens am Donnerstag der Belegschaft mitgeteilt. Khosrowshahi soll das von einer Serie von Skandalen gebeutelte Unternehmen in ruhigere Fährwasser steuern.

Dafür gibt er den Chefposten bei Expedia, einem der größten Reisebüros der Welt, auf. Seit 2005 hatte er die ehemalige Microsoft-Tochter geleitet. Dort wurde er zu einem der bestbezahlten Firmenchefs in den Vereinigten Staaten. Außerdem sitzt er in Verwaltungsräten mehrerer prominenter Unternehmen.

Dara Khosrowshahi 2012

(Bild: George Grinsted CC BY-SA 2.0)

"Dies war eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens", gestand Khosrowshahi in einem Rundschreiben an die Expedia-Belegschaft, wie Recode berichtet, "Ich muss Ihnen sagen, dass ich Angst habe." Er sei schon so lange bei Expedia, dass ihm die (Geschäfts)Welt außerhalb fremd geworden sei. Und in seinem Bewerbungsgespräch soll er laut Recode verlangt haben, dass sich der Verwaltungsrat aus dem Tagesgeschäft heraushält: "Don't call me, I'll call you", war demnach der einzige Text auf einer der Präsentationsfolien.

Der Uber-Verwaltungsrat wiederum lobt "Erfahrung, Talent und Vision" des neuen CEOs. "Heißen Sie Dara willkommen zu einer wohl aufregenden Fahrt!", rief das Aufsichtsgremium der Belegschaft zu. Sie kann bereits am Mittwoch bei einer Vollversammlung Fragen an den neuen Firmenchef richten.

Der neue Uber-Chef ist 48 Jahre alt und wurde in Teheran (Iran) geboren. Als der Familienkonzern 1978 kurz vor der Islamischen Revolution zwangsverstaatlicht wurde, floh seine Familie in die USA. Damals war Khosrowshahi neun Jahre alt. Später absolvierte er die Brown University im US-Staat Rhode Island and Providence Plantations. Nun wird er wohl aus dem US-Bundesstaat Washington, wo Expedia zu Hause ist, ins kalifornische San Francisco umziehen, wo Ubers Firmensitz liegt. (ds)

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