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c't Magazin

Aufrollbarer 4K-OLED-Fernseher noch in diesem Jahr erhältlich

LG will das aufrollbare OLED von der CES und die 8K-TVs mit OLED- und LCD-Display noch in diesem Jahr in den Handel bringen. Preise sind noch unklar.

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Aufrollbares OLED-TV von LG noch in diesem Jahr erhältlich

(Bild: Ulrike Kuhlmann )

Der Elektronikriese LG stellt auf der CES sein aufrollbares OLED-TV in den Mittelpunkt: Das 65-zöllige 4K-Display schiebt sich auf Knopfdruck aus einer flachen Kiste und zeigt währenddessen Videos an. LG hat beim Ausfahren drei Betriebsmodi vorgesehen: Komplett ins 16:9-Format ausgerollt zum TV- und Videogucken, nur etwa ein Drittel weit ausgefahren als Newszeile für Nachrichten, die Wettervorhersage oder zur Anzeige stimmungsvoller Videos – beispielsweise Kaminfeuer oder Schneegestöber – und komplett eingerollt.

Im geschlossenen Zustand kann der Fernseher Musik wiedergeben, die über seinen HDMI-Eingang eingespielt oder gestreamt wird. In der Kiste steckt nicht nur das OLED, sondern auch Lautsprecher: Das 4.2-System unterstützt Dolby Atmos, der Deckenlautsprecher wird simuliert. Das Klangergebnis kann sich hören lassen.

Im Gespräch mit c't beteuerte der Hersteller, dass die OLED-Leinwand auf jeden Fall vor Weihnachten im Handel sein werde. Zur Preisgestaltung könne man dagegen noch gar nichts sagen, auch nicht bei den beiden 8K-Modellen. Letztere brauchen HDMI-Signaleingänge in der kommenden Version 2.1 – diese werden nicht vor Sommer auf den Markt kommen.

Alle drei Modellserien lassen sich per Sprache steuern und sie unterstützen Amazon Alexa und Google Assistant. Außerdem beherrschen sie Apples Airplay, können also vom iOS-Gerät auf den großen Fernseher streamen. Da es sich um Airplay 2 handelt, können die TVs beim Streamen auch die AV-Formate Dolby Vision und Dolby Atmos wiedergeben.

LG OLED-R und 8K-TV (7 Bilder)

LGs OLED R hat 65 Zoll in der Diagonale und 4K-Auflösung.
(Bild: Ulrike Kuhlmann)

Beim 88-zölligen 8K-TV 88Z9 mit OLED-Display steckt die Videoelektronik im Display, das Netzteil hat LG dagegen unter den Regal-ähnlichen Standfuß ausgelagert. Die Netzteil-Ebene ist wie ein großer Kühlköpper geformt, um die dort entstehende Wärme abführen zu können. Die kleinen Pixel mit ihren vielen Zuleitungen und die schiere Displaygröße führen dazu, dass eine Menge Strom durch die organische Schicht fließen muss, um die für HDR nötige Spitzenhelligkeit zu gewährleisten.

Auch beim 8K-LCD dürfte der Energiebedarf eher hoch liegen, denn auch hier fordern die kleinen Pixel ihren Tribut: Die lichtdurchlössige Fläche im Verhältnis zur gesamten Pixelfläche ist relativ klein und um trotzdem ausreichend helle Bilder zu erzeugen, muss das LED-Backlight aufgedreht werden. Das gilt allerdings nicht nur für die Displays von LG, sondern für alle 8K-TVs. Beim Energieeffizienzlabel werden die 8K-TVs deshalb kaum über B hinauskommen. (uk)