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Augmented Reality: Meta ist pleite, AR-Technik verkauft

Das hoffnungsvoll gestartete US-Startup ist insolvent. Die von Meta entwickelte Technik hat einen mysteriösen neuen Eigentümer.

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Augmented Reality: Meta ist pleite, AR-Technik verkauft

Das US-Startup Meta ist pleite und die Technik der gleichnamigen Augmented-Reality-Brille wurde im Rahmen der Insolvenz an einen unbekanntes Unternehmen verkauft. Meta war laut US-Medienberichten im vergangenen Herbst in Schwierigkeiten geraten, nachdem die Anschlussfinanzierung eines chinesischen Investors aufgrund des Handelskriegs zwischen den USA und China geplatzt war. Meron Gribetz, einer der Gründer von Meta, hatte sich in den vergangenen Monaten vergeblich um andere Investoren bemüht.

Meta war 2012 mit einer Kickstarter-Kampagne für ein AR-Headset gestartet. Das erste Entwicklermodell war ab 2014 erhältlich. Der Test des Nachfolgers, der 2016 auf den Markt kam, ergab Licht und Schatten: Während die Meta 2 ein größeres Gesichtsfeld als Microsofts Hololens bietet, war die Anbindung an einen separaten Rechner ein Nachteil. Auch bei der Gestenerkennung zeigte die Meta 2 noch Defizite.

Trotz Kapitalspritzen von über 80 Millionen US-Dollar ging Meta nun das Geld aus. Bereits im September vergangenen Jahres hatte das Startup einen Teil seiner Mitarbeiter entlassen und den Rest vorübergehend beurlaubt. Als sich keine neuen Investoren fanden, blieb nur der Weg in die Insolvenz.

Die Gläubigerbank des Unternehmens hat die Technik nun weiterverkauft. Die Identität des Käufers ist bisher unbekannt. Es handele sich aber um einen “bekannten Namen”, sagte Gribetz gegenüber US-Medien. Der Käufer werde auch den Support und den Weiterbetrieb der bisher verkauften Brillen sicherstellen. Er habe ein gutes Gefühl, dass die von Meta entwickelte Technik eine Zukunft habe, zeigte sich Gribetz zuversichtlich.

(vbr)