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Technology Review

Augmented Reality: Neues Display macht Fusion von realer und virtueller Welt realistischer

Forscher an der University of Arizona haben den Prototypen für ein Display gebaut, bei dem virtuelle Objekte reale verdecken können und umgekehrt. Noch ist es allerdings nur für ein Auge geeignet und relativ sperrig.

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Neues AR-Display macht Fusion von realer und virtueller Welt realistischer

(Bild: University of Arizona College of Optical Sciences)

Headsets und andere Technologien für erweiterte Realität (Augmented Reality – AR) machen Fortschritte, doch mit den bislang verfügbaren Geräten ist es nicht möglich, virtuelle Objekte so darzustellen, dass sie reale verdecken oder umgekehrt von ihnen verdeckt werden. Forscher an der University of Arizona haben jetzt einen Prototypen für ein AR-Display vorgestellt, der genau das möglich macht, wenn auch vorläufig in einer recht sperrigen Form und nur für ein Auge. Das berichtet Technology Review online in „Erweiterte Realität, jetzt realistischer“.

Entwickelt wurde das Gerät von Hong Hua, Optik-Professorin an der University of Arizona, und ihrem Doktoranden Austin Wilson. Hua bezeichnet es als eine Art Teleskop-System: Linsen bilden eine Ansicht der realen Welt auf einen Spatial Light Modulator ab, der normalerweise benutzt wird, um zum Beispiel in Projektoren Lichtstrahlen zu kontrollieren. Mit Hilfe des Modulators wird dann eine Maske erstellt, die Pixel für Pixel den Teil der realen Welt blockiert, vor dem sich das virtuelle Objekt befinden soll. Das modulierte Licht und das virtuelle Bild werden dann zusammen zum Auge geschickt.

Eine große Herausforderung bei Verdeckung in AR ist laut Hua der Umgang mit Licht. Konkret muss man in der Lage sein, Licht aus der realen Welt genau zu kontrollieren, um beispielsweise einen digitalen Teekessel so auf einem echten Regal zu platzieren, dass er vor oder hinter anderen Objekten zu stehen scheint. Unter anderem wird man dafür einen Tiefensensor benötigen, wie er bei Headsets wie der Hololens von Microsoft bereits üblich ist, sagt die Professorin. Zudem muss die Hardware noch deutlich kleiner werden als bei ihrem Prototypen.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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