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Augmented Reality: Schott-Gläser für größeres Sichtfeld

Der deutsche Glashersteller zeigt auf der Displayweek die jüngste Generation seiner Lichtwellen-Gläser für AR-Anwendungen.

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(Bild: Schott AG)

Der Glashersteller Schott stellt auf der Fachmesse Display Week die neue Generation seiner für Augmented Reality (AR) und Mixed Reality (MR) entwickelten RealView-Gläser vor. Mit den neuen Gläsern sind AR/MR-Brillen mit größerem Sichtfeld als bisher möglich, teilte Schott am Montag vor der Messe in San Jose (US-Bundesstaat Kalifornien) mit. Auf der Display Week, die am Dienstag beginnt, zeigt die Branche drei Tage lang ihre Neuheiten und Innovationen.

Für überzeugende Augmented- oder Mixed-Reality-Anwendungen sei es wichtig, "virtuelle Inhalte ohne Einschränkung überall im natürlichen Sichtfeld des Menschen zu platzieren“, erläutert Rüdiger Sprengard, der bei Schott für das Geschäftsfeld Augmented Reality verantwortlich ist. Bei den bisher auf dem Markt erhältlichen AR-Brillen betrage das Sichtfeld "horizontal nur etwa 40 Grad".

AR-Gläser bestehen aus mehreren Schichten, in denen sich das Licht unterschiedlich bricht. Für jeder der drei Grundfarben wird das Licht von der Bildquelle durch die Glasschicht geleitet und tritt an der Oberfläche wieder aus. So lassen sich farbige Darstellungen in das Sichtfeld projizieren. Dabei wird das mögliche Sichtfeld durch den höchstmöglichen Brechungsindex begrenzt, erklärt Sprengard.

Die neuen RealView-Gläser von Schott haben einen Brechungsindex von 1,9 und ermöglichen damit ein Sichtfeld von bis zu 65 Grad. "Mit der neuesten Generation von Schott RealViewT Glaswafern mit Brechungsindizes von 1,9 definieren wir die Grenzen für kommerziell erhältliche Waferlösungen für die AR/MR-Branche neu", sagt Sprengard. "Wir ebnen damit den Weg für das optische Design einer neuen Generation von Datenbrillen." (vbr)