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Augmented Reality mit Sonys SmartEyeGlass: SDK verfügbar, Verkaufsstart angekündigt

Auch Sony setzt auf Augmented Reality und hat nun das Software Development Kit für seine AR-Brille SmartEyeGlass veröffentlicht. Informationen werden bei ihr auf der gesamten Brille angezeigt und nicht wie bei der Google Glass nur einem kleinen Teil.

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Die SmartEyeGlass auf der Nase

(Bild: Sony)

Sony hat ein erstes Software Development Kit für seine Google-Glass-Alternative SmartEyeGlass veröffentlicht und angekündigt, erste Brillen bis März 2015 an Entwickler verkaufen zu wollen. Die Brille soll – ähnlich der Google Glass – Informationen direkt ins Sichtfeld des Nutzers einblenden. Wie Sony erklärt, hat die SmartEyeGlass einiges an Equipment direkt an Bord, dazu gehört eine (3-Megapixel-)Kamera mit CMOS-Sensor, ein Beschleunigungssensor, ein Gyroskop, ein elektronischer Kompass, Helligkeitssensoren und ein Mikrophon. Andere Informationen, etwa über den Standort, kommen von dem gekoppelten Smartphone, auf dem auch die Apps laufen, die die Anzeige regeln.

Sony SmartEyeGlass (6 Bilder)

Das Sichtfeld mit eingeblendeten Informationen
(Bild: Sony)

Die Brille selbst besteht aus einem vergleichsweise dicken Rahmen und den zu 85 Prozent transparenten, drei Millimeter dicken Linsen. Hierauf können demnach Inhalte eingeblendet werden, "ohne das dafür Spiegel" nötig sind, wie Sony wohl mit Blick auf die Konkurrenz von Google verkündet. Die Einblendungen erfolgen dabei monochrom, den Vorschaubildern zufolge im grünen Farbbereich. Das solle einerseits für bessere Lesbarkeit sorgen und andererseits die Akkulaufzeit verlängern. Sony stellt sich demnach vor, dass man die Brille unterwegs tragen und sich den Weg einblenden lassen kann, oder in der Küche Kochrezepte. Außerdem könnten Informationen zu automatisch erkannten Personen angezeigt werden. Dabei war Gesichtserkennung schon bei der Google Glass ein großes Reizthema.

Der Akku der AR-Brille passt nicht direkt in das Gerät, sondern ist per Kabel angebunden. Daran hängt gleichzeitig auch das Mikrophon und ein Touchsensor, über den wohl die Steuerung erfolgt. Controller und Brille zusammen wiegen rund 110 Gramm, wovon 77 Gramm auf die Brille entfallen. Informationen zum angestrebten Preis nennt Sony genauso wenig wie zu den angestrebten Märkten.

Eine Werbevideo stellt die AR-Brille vor.

(mho)