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Aus für Analog-TV ab 2018: Mehr als 34 Millionen TV-Haushalte empfangen bereits digital

Die Landesmedienanstalten bekräftigen angesichts der aktuellen Zahlen das Ziel, den analogen TV-Empfang über Kabel bis 2018 zu beenden. Für Radioempfang bleibe UKW aber noch für lange Zeit unverzichtbar.

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Fernbedienung

(Bild: dpa, Britta Pedersen)

Rund 90 Prozent aller deutschen TV-Haushalte sind mittlerweile mit einem digitalen Empfangsgerät ausgestattet. Das geht aus dem neuen Jahrbuch der 14 deutschen Landesmedienanstalten hervor.

Rund 34,3 Millionen TV-Haushalte nutzten damit zum Ende des vergangenen Jahres für den digitalen Empfang von klassischem Fernsehen an mindestens einem Gerät einen der Wege Satellit, Kabel, Terrestrik oder IPTV.

Besonders die Entwicklung beim Kabel sei rasant vorangeschritten: Gut 77 Prozent der etwa 18 Millionen Kabel-Haushalte empfangen digital. Diese Quote sei innerhalb eines Jahres um 6,4 Prozent gestiegen. Dieser Trend werde sich fortsetzen. Wahrscheinlich werde die Marke von 80 Prozent noch 2016 erreicht, erklärten die Landesmedienanstalten.

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Auch die Zahlen beim Hörfunk belegten, dass die Digitalisierung des Radioempfangs deutlich vorangeschritten sei, hieß es von den Landesmedienanstalten. Mit radioplayer.de sei Anfang Juni 2015 die Plattform gestartet, die von den deutschen Radiosendern getragen wird und die alle deutschen Radiosender im Netz und per Mobil-App bereitstellen soll. Mittlerweile bündele radioplayer.de 400 Livestreams von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern.

Auch stoße terrestrische Digitalradio (DAB+) zunehmend an Akzeptanz; 7,5 Millionen DAB+-Nutzer gebe es mittlerweile. IP-fähige Radiogeräte würden mittlerweile von 3,1 Millionen Usern eingesetzt. Bis zur vollständigen Digitalisierung seien hier aber noch einige Hürden zu überwinden, UKW für die Radioverbreitung sei daher noch lange Zeit unverzichtbar.

Anders sieht es jedenfalls beim TV aus: Die Zahlen für den digitalen TV-Empfang bestärken die Landesmedienanstalten in ihrem Ziel, "die analoge TV-Verbreitung über Kabel im Sinne der Fernsehzuschauer und der Nutzer digitaler Medienangebote bis 2018 zu beenden", sagte der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), Siegfried Schneider. "Schließlich bindet die analoge TV-Verbreitung nach wie vor hohe Netzkapazitäten, die schon heute und erst recht in Zukunft immer dringender für HDTV und Internetangebote benötigt werden." (jk)

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