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Aus für deutsches WordPerfect Office

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Vor gut einem Monat gab Corel bekannt, einen neuen Kurs einzuschlagen, um damit nach jahrelangen Verlusten längerfristig Wachstum und Rentabilität zu erreichen. Mehrere Monate habe Corels Geschäftsleitung rigoros alle Aspekte seiner Geschäftstätigkeiten beurteilt. Teil dieser Geschäftsüberprüfung sei auch eine Bewertung jeder einzelnen Produktgruppe gewesen.

Im Zuge dieser Umstrukturierung gab der kanadische Hersteller schon vor rund einem Monat bekannt, die Linux-Sparte in eine neue Firma auszugliedern und den Bereich der Kreativ-Software mit CorelDRAW und anderen Grafikprogrammen auszubauen. Die WordPerfect Office Suite sollte auch in Zukunft das Flaggschiff des Software-Hauses bleiben und man wollte die US-Version in Nordamerika und weltweit verstärkt vermarkten. Von lokalisierten Versionen war allerdings in den verklausulierten Formulierungen von Corel schon damals keine Rede mehr.

Nun wird deutlich, was dies eigentlich heißt: Laut Corel wurde während der Geschäftsüberprüfung klar, dass lokalisierte Versionen von WordPerfect den vom Unternehmen vorgegebenen Schwellwert für zukünftige Investitionen nicht erreichen. Deswegen habe man die schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen, die Entwicklung dieser Varianten einzustellen. Stattdessen soll es eine internationale englische Version von WordPerfect Office 2002 geben, deren Schreibtools die Hilfsmittel Rechtschreibprüfung, Grammatik und Silbentrennung für 25 Sprachen bieten. (db)