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Ausfallsicheres Maschinen-Internet mit Nanosatelliten

Neue Technik machen Bau und Transport von Satelliten deutlich billiger. Ein Unternehmen aus den USA will auf dieser Grundlage jetzt robuste Datenverbindungen für das Internet der Dinge anbieten.

Nanosatellit im Weltraum

(Bild: Terran Orbital)

Das US-Unternehmen Terran Orbital will mit relativ günstigen Kleinsatelliten Datenverbindungen für Geräte und Maschinen ermöglichen, die selbst bei Naturkatastrophen oder Terroranschlägen noch funktionieren. Die Satelliten sollen in nur 600 Kilometern Höhe kreisen, so dass für die Datenübertragung weniger Energie benötigt wird, als es bei Satelliten-Internet aus größeren Höhen der Fall wäre. Zu den ersten Kunden von Terran zählt das US-Militär, berichtet Technology Review.

Chief Science Officer von Terran Orbital ist Jordi Puig-Suari, einer der beiden Erfinder von CubeSat, einem allgemeinen Bauplan für Minisatelliten, die meist ein Volumen von nur einem Liter haben. Während traditionelle Satelliten speziell entwickelte Elektronik benötigen, lassen sich CubeSats mit normalen Elektronik-Komponenten ausrüsten. Weitere Kostensenkungen ergeben sich dadurch, dass sie oft noch in Raketen passen, die zur Beförderung größerer Satelliten oder Raumschiffe ins All starten.

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Der Schwerpunkt bei dem System liegt weniger auf Schnelligkeit als auf Zuverlässigkeit. Schon die U.S. Army will pro Sekunde nur einige Dutzend Kilobyte darüber verschicken, in Zukunft wird die Datenrate voraussichtlich noch weiter reduziert, was einen weiter sinkenden Strombedarf bedeutet.

In der Massenproduktion würden Sensoren für Maschinen, die das Satelliten-Netz nutzen sollen, nach Schätzungen des Unternehmens etwa 80 Dollar kosten. Für die Datenübertragung kommen monatliche Abo-Gebühren dazu. Alternativ können Kunden bei Terran Orbital auch eigene Satelliten zur exklusiven Nutzung nur durch sie selbst bestellen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(sma)
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