Menü
Cebit

Ausprobiert: GlassUp-Brille mit Miniprojektor

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 46 Beiträge
Von

Der Prototyp ist noch aus silbernem Plastik, in den Handel kommt die GlassUp voraussichtlich in schwarz.

(Bild: heise online / jkj)

Videobrillen, die den Anwender nicht wie Virtual-Reality-Helme von der echten Welt abschirmen, sondern nur Zusatzinformationen ins Sichtfeld einblenden, sind spätestens seit der Ankündigung von Googles Glass schwer angesagt. Auch das italienische Startup GlassUp will auf dem womöglich bald schwer umkämpften Markt mitmischen. Bereits im August soll die Brille laut GlassUps ambitioniertem Zeitplan auf den Markt kommen, voraussichtlich noch vor Googles Glass-Brille. Die Brille kann bereits jetzt für 299 Euro auf der GlassUp-Website vorbestellt werden.

Das monochromatische Display arbeitet mit einem halbdurchlässigen Spiegel, der im rechten Brillenglas eingearbeitet ist. Das Bild wird von einem Miniprojektor erzeugt, der im rechten Brillenbügel steckt. Der Projektor erreicht eine Auflösung von 320 × 240 Pixel, der Akku soll einen Tag lang durchhalten.

Bei einem kurzen Test des Prototypen auf GlassUps CeBIT-Stand (Halle 17, F55) konnte der Bildeindruck noch nicht überzeugen: Die transparente gelb-orange Projektion wirkte erst einigermaßen kontrastreich, wenn man auf eine dunkle Fläche schaute – in hellen Bereichen war sie nicht sonderlich gut zu erkennen. Die Bildqualität will GlassUp bis zum geplanten Marktstart im August aber noch "deutlich" verbessern. In den nächsten Tagen soll der Prototyp auf dem CeBIT-Stand zudem durch eine verbesserte Version ausgetauscht werden.

Der Minibeamer im Brillenbügel projiziert auf einen halbdurchlässigen Spiegel im Brillenglas.

(Bild: heise online / jkj)

Neben dem Projektionsdisplay stecken Beschleunigungssensor, Kompass, Umgebungslichtsensor und Höhenmesser in der Brille. Sie kommuniziert über Bluetooth mit Android-, iOS- oder Windows-Phone-8-Mobilgeräten, ohne Smartphone oder Tablet funktioniert sie nicht. Ein SDK will GlassUp im April veröffentlichen – parallel dazu soll auf der Crowd-Finanzierungsplattform Kickstarter Geld eingesammelt werden. Entwickelt wurde die GlassUp-Brille von dem italienischen Unternehmen Si14, das auch für die Hardware-Plattform der I'm-Watch-Smartwatch und die WearIT-Uhr verantwortlich zeichnet.

Anders als die sehr unauffällig gestaltete Google-Brille steckt die GlassUp in einer auffällig-modischen Retro-Fassung. Kurz- oder weitsichtige Menschen können die GlassUp-Brille ebenfalls verwenden, dafür müssen sie aber zum Optiker: Die Brille kann dort mit Korrekturgläsern ausgestattet werden. (jkj)