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Ausprobiert: Windows-RT-Tablet von Asus

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Computerhersteller haben die Angewohnheit, Geräte mehrmals hintereinander als Neuigkeit anzupreisen. So verfährt auch Asus mit seinem Vivo Tab RT, das schon vor Monaten auf der Computex zu sehen war. Doch immerhin konnten wir das Tablet nun in die Hand nehmen und ausprobieren – als erstes Gerät mit der ARM-Version von Windows 8 überhaupt. Bislang hatten Microsoft und Asus ihre RT-Tablets argwöhnisch bewacht oder nur hinter Glas ausgestellt.

Der erste Eindruck ist positiv: Das Vivo Tab RT wirkt leicht und hochwertig. Laut Asus liegt das Gewicht bei 520 Gramm, damit wäre es rund 100 Gramm leichter als die meisten Tablets ähnlicher Größe. Die Docking-Station (mit Zusatzakku) ist eleganter als die von Asus' Android-Tablets, weil die Halterung für das Tablet im eingedockten Zustand unsichtbar ist. Die Tablet-Tastatur-Kombination sieht aus wie ein richtiges Notebook. Das Scharnier wirkt stabil.

Asus Vivo Tab RT: leichtes Windows-Tablet (9 Bilder)

Asus Vivo Tab RT

Das Vivo Tab RT ist über 100 Gramm leichter als das iPad und mit einer Dicke von 8,3 Millimetern auch ein bisschen flacher.

Ein Micro-HDMI-Ausgang ist eingebaut, ein UMTS-Modul aber offenbar nicht, zumindest konnten wir keinen SIM-Slot entdecken. Zur Akkulaufzeit macht Asus keine Angaben. Das Display mit normaler HD-Auflösung (1366 × 768) soll laut Asus bis zu 600 cd/m2 hell sein, also deutlich balkontauglicher als das der meisten anderen Tablets.

Zur Touch-Oberfläche von Windows 8 wurde schon viel geschrieben. Erfreulich ist, dass sie auch auf dem Vivo-RT-Prototyp mit Tegra-3-CPU absolut flüssig läuft. Startbildschirm und Browser reagieren so schnell wie auf dem Tablet-Primus iPad.

Weniger Spaß macht das Ausprobieren der "Preview"-Version von MS Office 2013 RT mit Word, PowerPoint, Excel und OneNote. Die Apps sind kaum fingertauglicher als das aktuelle Office, eigentlich wünscht man sich sofort eine Maus. Vielleicht ändert sich dieser Eindruck nach einigen Stunden Einarbeitung.

Asus will das Vivo Tab RT auf den Markt bringen, sobald Windows 8 erscheint, also voraussichtlich Ende Oktober. Den Preis möchte der Hersteller frühestens Anfang Oktober verraten. Die Ausstattung liefert aber Anhaltspunkte: Das ähnlich ausgestattete Android-Tablet Asus Transformer Prime kostet inklusive Docking-Station zurzeit rund 500 Euro. (cwo)