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Außerirdische suchen mit der Grafikkarte

SETI@home [1], eines der ältesten Verteiltes-Rechnen-Projekte, hat eine Beta-Version des BOINC-Clients [2] veröffentlicht, der auch auf NVidia [3]-Grafikchips läuft. Voraussetzung ist eine CUDA [4]-fähige Grafikkarte. Die Compute Unified Device Architecture läuft auf NVidia-Grafikkarten der GeForce-Serien 8, 9 und GTX 200. Das SETI@home-Projektteam gibt auf seiner Website an, dass die GPU [5]-beschleunigte Version des Clients fünf bis zehnmal schneller arbeitet als die Nur-CPU [6]-Variante.

Andere Verteiltes-Rechnen-Projekte arbeiten bereits seit längerem mit GPU-beschleunigter Client-Software. So läuft der Folding@home [7]-Client, nachdem zuvor nur ATI/AMD-Grafikkarten unterstützt wurden, inzwischen auch mit CUDA-fähigen Karten von NVidia.

Seit 1999 widmet sich das SETI@home-Projekt der University of California [8] in Berkeley der Suche nach außerirdischem Leben im Weltall. Die SETI-Forscher lassen die von Radioteleskopen aufgenommenen Signale von Freiwilligen analysieren, die ihre Rechenzeit zur Verfügung stellen – laut eigenen Angaben sind das inzwischen fünf Millionen. Der SETI@home-Rechnerverbund schafft derzeit rund 510 Billionen Gleitkommaoperationen pro Sekunde (Teraflops [9]). Zum Vergleich: Das ist mehr als der drittschnellste Rechner in der aktuellen Top500-Liste der Supercomputer [10] leistet. (jkj [11])


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http://www.heise.de/-189641

Links in diesem Artikel:
[1] http://setiweb.ssl.berkeley.edu
[2] http://setiweb.ssl.berkeley.edu/beta/
[3] http://www.nvidia.de
[4] http://de.wikipedia.org/wiki/CUDA
[5] http://www.heise.de/glossar/entry/Graphics-Processing-Unit-395608.html
[6] http://www.heise.de/glossar/entry/Central-Processing-Unit-395602.html
[7] http://folding.stanford.edu/
[8] http://berkeley.edu
[9] http://www.heise.de/glossar/entry/Floating-Point-Operations-per-Second-396885.html
[10] https://www.heise.de/meldung/Supercomputer-Erster-Petaflop-Rechner-mit-Opterons-217033.html
[11] mailto:jkj@ct.de