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Australien nach Kabelbruch zeitweilig offline

Der Bruch eines transkontinentalen Unterseekabels hat weite Teile Australiens am Donnerstag (Ortszeit) über mehrere Stunden vom Internet abgeschnitten. Wie die australische Tageszeitung The Age am Freitag in ihrer Online-Ausgabe berichtete, hatte offenbar ein Schiffsanker in den relativ seichten Gewässern vor der chinesischen Küste bei Shantou zwei wichtige Kabelstränge gekappt. Das betroffene SEA-ME-WE3-Kabel – mit 39.000 Kilometern das längste Unterseekabel der Welt – verbindet Südostasien, den Mittleren Osten und Westeuropa.

Aufgrund des Kabelbruchs konnten die meisten australischen Internet-Provider vorübergehend keine internationalen Internet-Verbindungen mehr herstellen. Laut dem Bericht stand jedoch zwei Stunden später eine alternative Route über Sydney und die USA bereit. Auch China war nach dem Bericht von dem Kabelbruch betroffen, konnte jedoch offenbar auf Alternativ-Routen ausweichen.

Das Kabel, das 1999 für rund eine Milliarde US-Dollar verlegt worden ist, wurde zuletzt im November 2000 [1] beschädigt. SEA-ME-WE 3 ist Hauptbestandteil eines Netzwerks von rund 40.000 Kilometern Länge, das sich von Deutschland über Spanien, den Nahen Osten und Südost-Asien bis Japan erstreckt. Zuletzt hatte ein ähnlicher Vorfall die Internet-Anbindung Chinas stark eingeschränkt [2]. (wst [3])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-47061

Links in diesem Artikel:
[1] https://www.heise.de/meldung/Weltweit-laengstes-Internet-Unterseekabel-beschaedigt-29037.html
[2] https://www.heise.de/meldung/Transkontinentales-Daten-Unterseekabel-vor-China-beschaedigt-35805.html
[3] mailto:wst@technology-review.de