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Australien will 24.500 Bitcoin versteigern

Bitcoins im Wert von rund 12 Millionen Euro wollen Australiens Behörden unter den Hammer bringen. Das Geld stammt wahrscheinlich aus dem beschlagnahmten Besitz eines Silk-Road-Drogendealers.

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Bitcoin

(Bild: dpa, Jens Kalaene/)

Die australischen Behörden wollen 24.518 Bitcoin im Wert von aktuell rund 12 Millionen Euro versteigern lassen, die von der dortigen Polizei beschlagnahmt wurden. Die Versteigerung wird von der Wirtschaftsprüfergesellschaft Ernst & Young vorgenommen und soll der Pressemitteilung zufolge vom 20. bis zu 21. Juni stattfinden.

Die Auktion ist demnach auch für Bieter außerhalb Australiens offen – allerdings muss man das nötige Kleingeld mitbringen: So werden 11 Tranchen a 2000 Bitcoin angeboten und eine Tranche mit 2518 Bitcoin. Der Wert eines Bitcoins liegt derzeit bei rund 488 Euro. Interessenten könnten sich bis zum 7. Juni registrieren, man rechne vor allem mit Interesse bei Profi-Investoren, Hedgefonds, Banken und Bitcoin-Börsen aus Europa und Nordamerika.

Bereits Ende 2014 wurden die Versteigerungsabsichten bekannt. Auch wenn die aktuelle Bekanntmachung keine weiteren Angaben zur Herkunft macht, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Geld aus dem Besitz eines bereits 2012 verhafteten Drogen-Dealers, der auf dem Onlinemarktplatz Silk Road aktiv war. Der Mann wurde 2014 zu 11 Jahren Haft verurteilt. Es war die erste Inbesitznahme von Kryptogeld durch australische Behörden.

Vergleichbare Versteigerungen gab es bereits in den USA: Der US Marshals Service brachte bereits mehrfach Bitcoins unter den Hammer, die von den Servern der Silk Road sowie den Rechnern ihres zu zweimal lebenslänglicher Haftstrafe verurteilten Betreibers Ross Ulbricht stammten.

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(axk)

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