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Autohersteller: Gewichtssenkung statt Stromern

In den USA werden immer noch große Mengen schwerer und benzinfressender Autos verkauft. Hersteller versuchen nun, zumindest das Gewicht zu reduzieren.

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Autohersteller: Gewichtssenkung statt Stromern

Riesige Pickup-Trucks oder SUVs in Full-Size-Größe sind wieder in Mode gekommen, und das nicht nur, aber vor allem in Nordamerika. Da die US-Industrie aber mit der US-Regierung vereinbart hat, bis 2025 den Durchschnittsverbrauch auf dann nur noch 4,3 Liter pro 100 Kilometer zu senken, müssen technische Maßnahmen her, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Wie man Autos grüner machen könnte").

Einer der Ansätze zu weniger Benzin- und Dieselverbrauch ist die Reduktion des Fahrzeuggewichts. Dazu werden gerne Alu, Magnesium oder Kohlefaserelemente verbaut. Nun kommt eine weitere Methode hinzu: Spezialklebstoff, wie man ihn sonst nur aus dem Flugzeugbau kennt.

Verwendet wird selbiger unter anderem bei der General-Motors-Marke GMC. Deren Acadia für das Modelljahr 2017 nutzt einen Klebstoff um den Fahrschemel zusammenzuhalten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Nieten oder dem Punktschweißen wird dabei die ganze Naht einer Verbindung zusammengehalten, was die Steifheit der Karosserie erhöht. Das erlaubt es wiederum, dünneren Stahl zu verbauen. Zusammen mit weiteren gewichtssparenden Maßnahmen speckte der Acadia so fast 320 Kilo ab.

Ein anderer Trick ist das Verbauen eines effizienteren Bordnetzes. Die meisten nichtelektrischen Fahrzeuge nutzen derzeit 12 Volt, doch ab 2017 wird es erstmals 48-Volt-Systeme geben. Das erlaubt es, energiesparende Methoden einzusetzen, wie man sie von Hybridfahrzeugen kennt – ohne die hohen Kosten. Audi wird in seinem SQ7 beispielsweise ein 48-Volt-Bordnetz nutzen, um eine Turbine anzutreiben, die mehr Luft in den Motor bläst, um schnell mehr Leistung abzurufen. Ein Ford-Focus-Prototyp verwendet eine ähnliche Stromversorgung, um das Drehmoment zu verbessern, was die Beschleunigung erhöht.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

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