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Automatische Inhaltserkennung: Vizios Smart-TV spionieren ungefragt Nutzerverhalten aus

Der Hersteller von internettauglichen Fernsehern zahlt 2,2 Millionen US-Dollar, nachdem ihm die US-Behörde FTC vorwarf, Nutzer ausgeforscht zu haben, ohne sie um Erlaubnis zu fragen.

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Automatische Inhaltserkennung: Vizios Smart-TV spionieren ungefragt Nutzerverhalten aus

(Bild: vizio.com)

Der Hersteller von Smart-TV Vizio zahlt 2,2 Millionen US-Dollar (2,05 Millionen Euro) an Verbraucherschützer und die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC). Diese wirft dem Hersteller vor, mit Hilfe von automatischer Inhaltserkennung (Automatic Content Recognition, ACR) die Vorlieben von elf Millionen Gerätenutzern rund um die Uhr beobachtet, ohne sie um Erlaubnis gefragt zu haben.

Die Informationen zu den angeschauten Inhalten hatte Vizio laut FTC mit demografischen Daten wie Alter, Geschlecht, Familien- und Bildungsstand und Einkommen ergänzt. Diese Daten soll das Unternehmen an Dritte weitergegeben haben, damit diese wiederum gezielt Werbung verbreiten können.

Die FTC – in den USA für Verbraucher- und Datenschutz zuständig – hatte beim U.S. District Court for the District of New Jersey geklagt und gefordert, dass Vizio die Praxis einstellt. Das Unternehmen muss alle Daten löschen, die es bis zum 1. März 2016 gesammelt hat, und seine Datenschutzrichtlinien überarbeiten. Die FTC hatte seit Februar 2014 in dieser Sache ermittelt.

Vizio beteuert laut einem Bericht von Ars Technica, die Daten nie mit persönlichen Daten wie Namen oder Adresse kombiniert zu haben. Sie seien also nicht rückverfolgbar gewesen. In der Klage schreibt die FTC denn auch, die Daten seien aggregiert verwendet worden.

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