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Automatisches Radar-Richtmikrofon für die Sprachsteuerung

Um Sprachbefehle auch von weiter entfernten oder sich bewegenden Sprechern zu erfassen, kombiniert Infineon 60-GHz-Radar-Sensoren mit vier MEMS-Mikrofonen für Audio-Beamforming.

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MEMS-Richtmikrofon von Xmos mit Infineon-Soli-Radar (60 GHz)

MEMS-Richtmikrofon von Xmos mit Infineon-Soli-Radar (60 GHz)

(Bild: Infineon)

Für zuverlässige Sprachsteuerung müssen die gesprochenen Befehle erst einmal sauber erfasst werden, man braucht also ein gutes Mikrofon. Steht der Sprecher weit entfernt oder läuft gar umher, benötigt man ein Richtmikrofon – erst recht, wenn auch noch Hintergrundlärm stört, etwa andere Sprecher.

Xmos-Radar-Sensor mit Infineon Soli

(Bild: Infineon)

Um das Problem zu lösen, kombiniert Xmos 60-GHz-Radarsensoren von Infineon mit einer Gruppe von vier MEMS-Mikrofonen: Die 60-GHz-Radarchips finden Richtung und Abstand des Sprechers oder der Sprecherin. Anhand dieser Informationen richten die MEMS-Mikrofone per Audio-Beamforming ihre Zone maximaler Empfindlichkeit auf das Ziel aus.

Die Firma Xmos bietet auch andere MEMS-Array-Mikrofone an und entwickelt spezielle DSP-Controller wie den xCORE-200 XU/XUF für die Signalverarbeitung, das Beamforming sowie mit Schnittstellen wie USB oder Ethernet.

Durch die Kombination mit den Radar-Sensoren BGT60TR24B, die Infineon im Projekt Soli gemeinsam mit Google entwickelt hat, soll das Beamforming auch bei sich bewegenden Sprechern funktionieren und wenn im gleichen Raum noch weitere Menschen sprechen. Auch die MEMS-Mikrofone stammen von Infineon.

60-GHz-Radar-Chip Infineon Soli

(Bild: Infineon)

Als Anwendungsbereiche für das automatische Richtmikrofon nennt Infineon Smart Home, Settop-Boxen für die Unterhaltungselektronik oder sprachgesteuerte Zutrittskontrolle. (ciw)

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