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Technology Review

Automatisierter Prozess soll Akkuentwicklung vereinfachen

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Wildcat Discovery Technologies, ein Start-up aus dem kalifornischen San Diego, hat ein neues Prüfverfahren entwickelt, mit dem Tausende Batteriezellen gleichzeitig getestet werden können. Der Prozess soll der Firma erlauben, Lithium-Ionen-Batterien mit einer um bis zu 25 Prozent höheren Kapazität für den Einsatz in Elektroautos und mobiler Elektronik zu bauen, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe.

Prüfverfahren mit hohem Durchsatz werden in der Pharma- und Chemieindustrie mittlerweile häufig eingesetzt, um neue Wirkstoffe und Katalysematerialien zu entwickeln. In der Batterieentwicklung setzen erste Firmen die Technik ebenfalls ein. Der Ansatz von Wildcat erlaubt allerdings erstmals, vollständige Batteriezellenzu testen, nicht nur Einzelkomponenten wie Elektroden.

Die neue Batteriechemie, die Wildcat mit seinem neuen Prozess entwickelt hat, ist eine Variante eines Lithium-Kobalt-Phosphats. Für sich genommen würde der Stoff wohl im Labor versagen, weil er mit einer Spannung arbeitet, die die Elektrolytschicht einer regulären Batterie schnell zerstören kann. In Verbindung mit einer neuen Elektrolytrezeptur funktioniert der Ansatz aber: Dieser Aufbau kann dann die hohe Spannung "überleben". Insgesamt wurden bis zur Entdeckung der gewünschten Mischung 4000 einzelne Materialien durchgetestet. Vier Monate dauerte das laut Kaye.

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(bsc)