Automotive Grade Linux: Toyota bringt den Tux in seine Autos

Das Infotainmentsystem der Linux Foundation soll erstmals im Spätsommer in einem Toyota Camry in den USA bedient werden können.

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Der Camry ist Toyotas in den USA meistverkauftes Auto.

(Bild: Toyota)

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Der japanische Autohersteller Toyota will künftig das Infotainment-System Automotive Grade Linux (AGL) in seinen Fahrzeugen einsetzen. Als erstes werde der im Spätsommer erscheinende Toyota Camry in den USA ausgestattet, teilte das Projekt der Linux Foundation mit. Danach sollen die meisten Toyota- und Lexus-Modelle in den USA mit AGL kommen. Ob und wann Toyota Linux auch nach Europa bringt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.

AGL wurde vor fünf Jahren ins Leben gerufen und vor drei Jahren erstmals veröffentlicht. An dem Konsortium war zunächst als einer der wenigen Autohersteller neben Hyundai und Jaguar/Landrover auch Toyota beteiligt, und zwar als Platin-Mitglied. Mittlerweile ist die Zahl der Autohersteller gewachsen, unter anderem ist Mercedes-Benz als Silber-Mitglied nun dabei. An der Entwicklung von AGL waren hunderte von Entwicklern beteiligt. Hersteller können die Plattform nach ihren Vorstellungen mit Funktionen und Diensten ausstatten.

Automotive Grade Linux setzt auf Tizen IVI auf, einem Mobil-Linux, das vor allem von Samsung und Intel entwickelt wird. Es soll unterschiedliche Architekturen unterstützen. Zu den AGL-Features gehören ein Dashboard, die Unterstützung von Google Maps, die Steuerung der Klimaanlage, Medienwiedergabe, ein News-Reader und die Möglichkeit, ein Smartphone einzubinden. (anw)