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Autonome Autos: Britische Regierung versucht Haftungsfragen zu regeln

Die britische Regierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem sie erreichen will, dass Opfer von Verkehrsunfällen mit autonomen Autos leicht ihre Ansprüche geltend machen können.

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Autonome Autos: Britische Regierung versucht Haftungsfragen zu regeln

(Bild: gov.uk)

Die britische Regierung hat einen Gesetzentwurf erarbeitet, mit dem der Haftschutz für autonome Autos geregelt werden soll. Dabei müssen die Versicherungen diese Autos sowohl abdecken, wenn sie im selbstfahrenden Modus sind als auch, wenn sie von einem Fahrer gelenkt werden.

Der Regierung komme es vor allem darauf an, dass Menschen, die Opfer eines Unfalls mit einem autonomen Autos oder Hinterbliebene solcher werden, ihre Ansprüche einfach anmelden können. Dabei sollen die Versicherungen gezahlte Schadenssummen unter bestimmten Umständen von Herstellern und Fahrzeughaltern zurückverlangen können. Dabei muss das Verkehrsministerium noch genau festlegen, welche Autos von dem Gesetz betroffen sind.

Eine Versicherung hat laut dem Vehicle Technology and Aviation Bill geradezustehen, wenn ein automatisches Fahrzeug im Selbstfahrmodus unterwegs ist, das Fahrzeug zu dem Zeitpunkt versichert ist und die versicherte Person oder ein anderer Verkehrsteilnehmer wie zum Beispiel ein Passant während eines Unfalls verletzt oder getötet wird. Der Versicherungsschutz verfällt allerdings für jene, die unerlaubte Manipulationen an ihrem autonomen Gefährt vornehmen oder ein vorgeschriebenes Softwareupdate nicht ausführen.

Die deutsche Bundesregierung kümmert sich ebenfalls darum, das autonome Fahren gesetzlich zu regeln. Im Januar hat sie dazu einen Gesetzentwurf beschlossen, laut dem künftig auch Autos auf die Straßen dürfen, bei denen der Computer für eine gewisse Zeit und Umstände die Kontrolle über das Fahrgeschehen übernimmt. Der Mensch soll dabei aber laut dem Bundeskabinett "grundsätzlich die letzte Verantwortung behalten". (anw)

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