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Autonome Kleinbusse fahren erstmals im Regelbetrieb in Berlin

Auf dem Gelände der Charité in Berlin sind nun autonome Kleinbusse unterwegs. Mit ihnen soll die Akzeptanz solcher Gefährte erforscht werden.

Autonome Kleinbusse fahren erstmals im Regelbetrieb in Berlin

Ob es sich bei dem aufgeklebten Motto um freiwilligen oder unfreiwilligen Humor handelt, wurde nicht übermittelt.

(Bild: bmub.bund.de)

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Erstmals sind in Berlin vier fahrerlose Elektrokleinbusse im Regelbetrieb unterwegs. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) gaben am Montagmorgen den Startschuss für das Projekt. Die elektrobetriebenen Fahrzeuge der Hersteller Navya und EasyMile werden – wie im Sommer 2017 angekündigt – auf dem Campus Charité Mitte und ab April auch auf dem Gelände des Virchow-Klinikums eingesetzt. Mitarbeiter, Patienten und Besucher können kostenlos mitfahren.

Nahmen als Erste Platz: Prof. Dr. Karl Max Einhäupl (Vorstandsvorsitzender der Charité), Svenja Schulze, Michael Müller, Dr. Sigrid Nikutta (Vorstandsvorsitzende der BVG)

(Bild: Charité / Gudath)

Die fahrerlosen Kleinbusse sind mit maximal 12 km/h pro Stunde unterwegs und bieten Sitzplätze für bis zu elf Personen. Sie werden auf Ringlinien mit acht bis neun Haltestellen eingesetzt. Aus Sicherheitsgründen soll zunächst eine Aufsichtsperson an Bord sein, die im Notfall in die Technik eingreifen kann. Die Fahrzeuge waren vorab ein halbes Jahr getestet worden.

Die Charité stellt die Straßen- und Ladeinfrastruktur, die BVG verantwortet den Betrieb der Fahrzeuge. Das Charité Institut für medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft und die Berliner Senatsverwaltung wollen die Kundenakzeptanz studieren.

Schulze erklärte, außer um die Akzeptanz des autonomen Fahrens gehe es in dem Projekt darum, zukünftig Lücken im Verkehrsnetz zu schließen. "Gerade die letzten Meter, wenn man aus der Bahn kommt und nach Hause will, die sind ganz wichtig", sagte die Ministerin. Das Bundesumweltministerium fördert das insgesamt rund 4,1 Millionen Euro teure Projekt mit 3,2 Millionen Euro. Müller nannte das Projekt eine "gute und gewinnbringende Kooperation".

(mit Material der dpa) / (anw)

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