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Autonome Waffen: Forscher sieht internationalen Willen zu mehr Kontrolle

Der Abrüstungsforscher Jürgen Altmann hält es für möglich, dass die internationale Gemeinschaft tatsächlich wirksame Regeln für autonome Waffensysteme vereinbaren kann. In dem Bereich sei eine Dynamik entstanden, sagt er im Interview mit heise online.

Euro Hawk

Der erfahrene Verfechter präventiver Rüstungskontrolle Jürgen Altmann ist es gewohnt, dass Regierungen seine Vorschläge in der Regel nicht freudig aufgreifen und umsetzen. Bei autonomen Waffensystemen sieht er jedoch einen Unterschied, erklärt der Physiker sowie Mitbegründer und Vorsitzender des Forschungsverbunds Naturwissenschaft, Abrüstung und internationale Sicherheit (FONAS) im Interview mit heise online. Der Mitbegründer des International Committee for Robot Arms Control (ICRAC) hat schon frühzeitig vor den Gefahren der militärischen Nutzung von Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik gewarnt.

Im Gespräch anlässlich des Workshop "Roboter regulieren" erklärt Altmann, wie zum Thema autonome Waffen innerhalb weniger Jahre auf internationaler Ebene eine Dynamik in Gang gekommen ist, die ihn die Aussichten, zu wirksamen Regulierungen oder gar Verboten zu kommen, höher einschätzen lässt als bei anderen Waffensystemen. "Wenn es ein Verbot autonomen Schießens gäbe", sagt er, "wäre das ohnehin nicht auf konkrete Waffensysteme bezogen, sondern wäre ein Verbot einer bestimmten Art, Waffen zu steuern."

Die leidige Frage, wie Autonomie in diesem Zusammenhang genau definiert und etwa von Automatik abgegrenzt werden kann, hält er für ein "lösbares Problem". Die Verhandlungen auf der Ebene der Vereinten Nationen verfolgt er weiterhin mit Optimismus. Falls sie ins Stocken geraten, sei aber auch eine Lösung denkbar, bei der einige Staaten mit nationalen Verboten eine Vorreiterrolle einnehmen könnten.

Das gesamte Interview

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