Menü

Autonomer StreetScooter: Deutsche Post DHL will selbstfahrende Lieferwagen testen

Deutsche Post DHL entwickelt mit dem Zulieferer ZF ein autonomes Fahrsystem für die elektrischen StreetScooter-Lieferwagen.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 127 Beiträge
automom fahrender StreetScooter von Deutsche Post DHL, ZF und Nvidia

Automom fahrender StreetScooter von Deutsche Post DHL und ZF mit Nvidia Drive PX

(Bild: DPDHL)

Anlässlich der Nvidia-Entwicklerkonferenz GTC Europe in München zeigen Deutsche Post DHL (DPDHL) und der Automobilzulieferer ZF einen Prototyp des elektrischen Zustellfahrzeugs StreetScooter, der autonom fährt. Das Fahrzeug ist dazu mit zwei der für autonome Autos typischen LIDAR-Scannern, einem Radarsensor und sechs Kameras ausgestattet. Die Datenverarbeitung und Steuerung übernimmt ZF ProAI auf Basis von Nvidia Drive PX. Zum Training der neuronalen Netzwerke für autonomes Fahren verwendet DPDHL einen Nvidia DGX-1.

Autonome Zustellfahrzeuge versprechen eine Reihe von Vorteilen, mit elektrischem Antrieb arbeiten sie auch noch vor Ort emissionsfrei und leise. Konkrete Termine, wann erste autonome StreetScooter auf der Straße fahren, nannten die Kooperationspartner nicht. Aber schon 2018 soll eine Testflotte bereitstehen.

Insgesamt betreibt DPDHL nach eigenen Angaben bereits 3400 StreetScooter und entwickelt neue Modelle mit größerer Reichweite und höherer Transportkapazität. ZF-CEO Stefan Sommer erklärt laut einer Mitteilung: "Bei der Versorgungslogistik und auf der 'letzten Meile' der Paketlogistik haben autonom fahrende Lieferfahrzeuge ein enormes Potenzial, da sie Güter unabhängig von der Tageszeit und der Verfügbarkeit von Fahrern bewegen können – und das bei minimalen Geräusch- und Abgasemissionen. Auf diese Weise können sie wesentlich dazu beitragen, die Anfälligkeit für Verkehrsstaus in urbanen Zentren zu senken."

Nvidia Drive PX Pegasus

(Bild: Nvidia)

Derzeit ist in der Baureihe Nvidia Drive PX für automatisierte und autonome Fahrzeuge das Modul Drive PX2 "Parker" mit Denver-2-Prozessorkernen und Pascal-GPU mit 256 CUDA-Kernen aktuell. Dafür nennt Nvidia bis zu 8 TFlops Single-Precision-Gleitkomma-Rechenleistung (fp32). Für viele KI-Algorithmen ist die fp16-Rechenleistung interessanter oder überhaupt die Zahl der Operationen pro Sekunde (Ops).

Anfang 2018 – ursprünglich war Ende 2017 geplant – soll Drive PX Xavier aus der 16-nm-Fertigung folgen. Hier sind 512 CUDA-Kerne der Generation Volta integriert, die bei 20 Watt Leistungsaufnahme 20 Tera-Operationen pro Sekunde (20 Tops) liefern sollen.

Nun hat Nvidia das noch leistungsfähigere Modul Drive PX Pegasus avisiert. Es soll bis zu 320 Tops liefern und damit ausreichend Rechenleistung für autonomes Fahren auf dem Level 5, also ohne Fahrer.

(ciw)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige