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Autonomes Elektroauto: Sieben deutsche Unis arbeiten an lenkradlosem E-Auto

UNICARagil heißt das nun angeschobene Projekt, das an der RWTH Aachen koordiniert wird. Dort wurde auch der erfolgreiche Streetscooter geboren.

Autonomes Elektroauto: Sieben deutsche Unis arbeiten an lenkradlosem E-Auto

Das Gesamtprojekt als Skizze.

(Bild: unicaragil.de)

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Sieben deutsche Universitäten wollen in den kommenden vier Jahren zusammen ein autonom fahrende Elektroauto erarbeiten. Das Fahrzeug soll dabei ganz ohne Lenkrad auskommen. Herzstück ist der Rechner, der mit Sensoren des eigenen Fahrzeugs, Sensoren im Straßenraum und mit anderen Fahrzeugen vernetzt ist, wie das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) an der RWTH Aachen am Donnerstag zum Beginn des Projekts UNICARagil mitteilte.

In Aachen wurde bereits der elektrische Lieferwagen Streetscooter entwickelt, den die Post jetzt selbst für die eigenen Zusteller baut. Das ebenfalls in Aachen entwickelte Stadtauto e.Go soll im Mai in Serie gehen.

An UNICARagil beteiligen sich neben der RWTH die TU Braunschweig, die TU Darmstadt, die TU München, die Uni Stuttgart, die Universität Ulm und das Karlsruher Institut für Technologie. Gewerbliche Partner sind Atlatec, flyXdrive, iMAR Navigation, IPG Automotive, Schaeffler Technologies und VIRES Simulationstechnologie.

Für autonomes Fahren geeignete Konzepte erforderten eine Abkehr von etablierten Architekturen und Prozessen, erläutert das Projekt. "Die in der Automobilindustrie vorherrschenden und in den letzten 130 Jahren bewährten Methoden der evolutionären Weiterentwicklung bestehender Systeme und Konzepte werden daher nur begrenzt Erfolg haben können."

Daher sollen neueste Ergebnisse der Forschung zur Elektromobilität sowie zum automatisierten und vernetzten Fahren genutzt werden, um autonome elektrische Fahrzeuge für vielfältige zukünftige Anwendungsszenarien zu entwickeln. "Dabei werden Anleihen aus der IT-Industrie mit ihren schnellen Entwicklungszyklen und Aktualisierungsmechanismen genommen", heißt es weiter. Basis sei ein modulares und skalierbares Fahrzeugkonzept, bestehend aus Nutz- und Antriebseinheiten, das sich an vielfältige Anwendungsfälle in Logistik und Personentransport anpassen lasse.

Schwerpunkt der Arbeiten soll die funktionale Fahrzeugarchitektur sein, die mit der Cloud, der Straßeninfrastruktur und Info-Bienen, also Drohnen als fliegende Sensorcluster, vernetzt ist. Entwickelt werden sollen generische Sensormodule für die Umfelderfassung, eine flexibel erweiterbare und update-fähige Software- und Hardware-Architektur sowie Dynamikmodule zum individuellen Lenken, Antreiben und Verzögern einzelner Räder, die völlig neue Bewegungsformen im Straßenverkehr erlauben sollen.

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