Menü

Autonomes Fahren: Volkswagen testet Robo-Autos in Hamburg

Fünf Elektro-Golf fahren ab sofort auf einer eigens dafür aufgerüsteten Strecke durch Hamburg.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 52 Beiträge
Autonomes Fahren: Volkswagen testet Robo-Autos in Hamburg

Eine elektrischer Golf vor der Elbphilharmonie.

(Bild: Volkswagen)

Volkswagen hat am Mittwoch in Hamburg seine erste Teststrecke für autonomes Fahren in einer deutschen Großstadt vorgestellt. Ab sofort sind fünf besonders ausgestattete Elektro-Golf autonom in der Hansestadt unterwegs. Es wird aber immer ein Fahrer an Bord sein, um die Touren zu überwachen und bei Bedarf eingreifen zu können.

Verlauf der Teststrecke.

(Bild: TS Hamburg 2021 GmbH)

Die Autos fahren zunächst auf einem drei Kilometer langen Teilstück einer neun Kilometer langen Strecke autonom, die Hamburg eigens für Testzwecke definiert hat und mit zusätzlicher Infrastruktur aufrüstet. Sie führt vom Dammtor-Bahnhof über die Messe­hallen, Landungsbrücken, Elbphilharmonie, Rödingsmarkt und zurück. Die Ergebnisse der Fahrten sollen in die Forschungsprojekte des Konzerns zum autonomen Fahren und zur Optimierung des Individualverkehrs eingehen.

Bis Ende 2020 sollen in Hamburg 37 Ampeln und eine Brücke mit Infrastruktur-zu-Fahrzeug (I2V) und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation (V2I) aufgerüstet werden. Bislang sind sechs Ampeln derart bestückt, teilte die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation mit. Die Teststrecke soll nutzeroffen und herstellerunabhängig aufgebaut werden. Ziel ist die Verbesserung des Verkehrsflusses und der Sicherheit im Straßenverkehr sowie Erkenntnisse zum künftigen Einsatz der V2X-Infrastruktur.

Autonome E-Golfs gurken durch Hamburg (5 Bilder)

Weiß sind die E-Golf, die autonom durch Hamburg fahren.
(Bild: Volkswagen)

Die Elektro-Golf sind mit elf Laser-Scannern, sieben Radaren und 14 Kameras ausgerüstet. Bis zu 5 Gigabyte beträgt der Datenaustausch pro Minute bei den regelmäßigen Testfahrten, die jeweils mehrere Stunden dauern. Für die Erkennung von Fußgängern, Fahrradfahrern, anderen Autos, Kreuzungen, Vorfahrtsregeln, parkenden Fahrzeugen und für den Fahrstreifenwechsel werde mit künstlicher Intelligenz gearbeitet, unter anderem mit Deep Learning, neuronalen Netzwerken und Mustererkennungsverfahren. (anw)