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Avid öffnet Schnittsoftware für mehr Formate und 3D-Produktionen

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Avid Technology hat seinen Videoschnittsystemen Avid Media Composer, Symphony und NewsCutter Updates auf die Version 3.5 (Composer, Symphony) beziehungsweise 7.5 spendiert, die eine ganze Reihe von Neuerungen bringen. Die mit diesen Lösungen angesprochenen Videoprofis dürften sich vor allem darüber freuen, dass die Programme dank der sogenannten "Avid Media Access Architecture" (AMA) nun in der Lage sind, in den bandlosen Formaten P2 von Panasonic (RAID aus SD-Speicherkarten) und XDCAM HD/EX von Sony (Blu-ray-ähnliche Disc) direkt auf dem Quellmedium zu bearbeiten. Somit entfällt die Notwendigkeit, Material zu überspielen und transkodieren zu müssen.

Mit dem Update greift Avid zudem den aktuellen 3D-Videotrend auf: Laut Entwickler lässt sich mit den Avid-Lösungen Media Composer und Symphony stereoskopisches Material nun direkt in 3D im Fester oder als Vollbild bearbeiten und anschauen. In diesem Zusammenhang zitiert Avid in seiner Pressemitteilung Aaron Brock, seines Zeichens Assistant Editor bei der 3D-Produktion "Jonas Brothers: The 3D Concert Experience", mit der Aussage, dass die neuen Fähigkeiten des Media Composer im Offline-Schnitt den Studios eine Menge Zeit und vor allem Tausende von Dollar sparen können. Laut Brocks sei es bislang nötig gewesen, für jede Änderung Neuberechnungen durchführen zu lassen.

Weitere Neuerungen sind eine verbesserte CPU/GPU-Unterstützung, die ein schnelleres Rendern von Clips und Effekten ermöglichen soll. Weiterhin gibt es nun eine Keyframe-fähige Farbkorrektur sowie einen sogenannten "Fluid Stabilizer", der in Kombination mit Avids Motion-Tracking- und Stabilisierungs-System "SteadyGlide" Kamerabewegungen verfolgen und entfernen kann. Die Integration der Audiobearbeitungssoftware Pro Tools von Digidesign wurde laut Avid ebenfalls verbessert. Beide Programme können nun gleichzeitig auf einem System laufen.

Viele Anwender dürften sich schließlich darüber freuen, dass sich Avid mit der neuen Programmversion auch vom Dongleschutz verabschiedet und stattdessen künftig auf eine Lizenzierung seiner Programme über einen Aktivierungsschlüssel setzt.

Eine deutsche Version des unter Windows XP/Vista und Mac OS X einsetzbaren Media Composer soll ab Juni 2009 zu einem Listenpreis von rund 2500 Euro erhältlich sein. Amerikanische Kunden, die die Software zwischen dem 1. Februar und 30. März gekauft haben, erhalten das Update kostenlos. Auf der US-Website des Unternehmens ist eine 14-tägige Trialversion des Media Composer zu finden. (Daniel Clören) (nij)