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Axel Springer erwirtschaftet erstmals mehr als die Hälfte seines Umsatzes digital

Im vergangenen Quartal setzte der Medienkonzern 692 Millionen Euro um, davon mehr als die Hälfte mit digitalen Angeboten.

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Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner. sieht es als "symbolische Wegmarke", dass mehr als die Hälfte bei Umsatz und Gewinn im digitalen Geschäft erwirtschaftet wurde.

(Bild: dpa, Ole Spata/Archiv)

Der Medienkonzern Axel Springer hat erstmals mit seinen digitalen Angeboten mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet. Von den 692,3 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Quartal entfielen auf sie 52,8 Prozent. Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent auf 61,6 Millionen Euro.

Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte Axel Springer noch 804 Millionen Euro Umsatz verzeichnet. In der Zwischenzeit hat der Konzern aber Regionalzeitungen, Programm- und Frauenzeitschriften verkauft. Um dieses Geschäft bereinigt ergab sich ein Umsatzzuwachs um 4,4 Prozent. Dabei kompensierte das Wachstum bei den digitalen Medien erneut die Rückgänge im Printgeschäft, teilt das Unternehmen mit.

Der inländische Pressevertriebsmarkt habe sich erneut leicht rückläufig entwickelt. Die verkaufte Gesamtauflage der Zeitungen und Zeitschriften lag 3,6 Prozent unter der des Vorjahreszeitraums, bei "Bild" und "BZ" ging diese um 5,8 Prozent zurück. Wegen der Preiserhöhungen in den vergangenen zwölf Monaten seien die Vertriebsumsätze jedoch nur um 1,8 Prozent gesunken.

Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet Axel Springer mit einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. (anw)